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„SUNDayTE“ der GdG Heinsberg-Waldfeucht: Ingrid Beiten im Ruhestand

Ingrid Beiten im Ruhestand : „Hundertfach schöne Begegnungen“

„End-Lich(t)“ hatte Ingrid Beiten den letzten Gottesdienst überschrieben, an dem sie als Verantwortliche für das pastorale Projekt „SUNDayTE“ der GdG Heinsberg-Waldfeucht teilnahm.

Nach mehr als 45 Jahren Arbeitsleben, davon fast die gesamte Zeit als Angestellte beim Bistum Aachen, wurde sie während dieses Gottesdienstes von GdG-Leiter Pfarrer Markus Bruns in den Ruhestand verabschiedet, den sie am 1. September beginnt.

Ingrid Beiten hatte ihr Berufsleben begonnen bei der KJG in Aachen, war Dekanatsbeauftragte für Jugendarbeit in Kempen-Tönisvorst, Hückelhoven, Geilenkirchen und im Selfkant. Sie wurde Jugendbeauftragte der Region Heinsberg und war seit 2015 verantwortlich tätig im pastoralen Projekt „SUNDayTE“, das in seinem besonderen Rahmen in der Unterbrucher Kirche Begegnung, Glauben und Kultur ermöglicht, jeden ersten Sonntag im Monat für Jugendliche und jeden dritten Sonntag im Monat für Erwachsene.

„Das war und ist eine tolle Aufgabe, die ich in den letzten Jahren gerne übernommen habe“, schrieb sie selbst zum Abschied im Pfarrbrief. In diesem innovativen Projekt würden Menschen sich einander und im Glauben begegnen, würden Gottesdienste gefeiert und Gespräche über den Glauben möglich. Dort könnten auch kritische Themen offen angesprochen werden. Zudem mache es die Kirche zu einem Ort, wo Menschen miteinander einfach Freude erleben dürften und wo Kultur ihren Platz habe.

Ihr Verständnis von „End-Lich(t)“ machte Birgit Philippen vom Team deutlich, die Ingrid Beitens Worte dazu im Gottesdienst verlas. Die Wortschöpfung bedeutete ihr demnach nicht, endlich nicht mehr arbeiten zu müssen. Vielmehr wollte sie damit verdeutlichen, dass alle Menschen endlich sind und dies auch spüren. Es bedeute auch, sagen zu können, dass in dieser Kirche Vieles möglich war und ist, dass sie diese Kirche oft wie eine Familie erlebt hat mit Anforderungen und Aufgaben, Rückhalt und Vertrauen, aber auch mit Enttäuschungen. Jetzt gelte es, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, wo Vieles noch unbekannt sei, „aber hoffentlich viel Licht sein wird“.

Und natürlich wolle sie jetzt auch mehr Zeit für private Dinge haben, vor allem für ihre beiden Enkelkinder in Hamburg. „End-Lich(t)“ heißt für sie aber auch, „mit der Liebe und dem Licht Gottes unterwegs und von ihm getragen zu sein und von ihm zu erzählen“, schloss Birgit Philippen.

Auf zwei Tafeln hatten die Gottesdienstbesucher dann Gelegenheit, ihre Wünsche für Ingrid Beiten und die für die Zukunft des Projekts aufzuschreiben. „Mit dem Herz, welches hier wirkte, in die neue Zeit“ zu gehen, lautete da einer der persönlichen Wünsche. Gleich daneben stand ein Dankeschön für „hundertfach schöne Begegnungen“. Das Projekt im Sinne von Ingrid Beiten fortzuführen, mit gemeinsamem Gesang, auch mit Tanz, waren Wünsche für die Zukunft. Die Generationen miteinander zu verbinden, lautete ein weiterer. Am Ende überreichte ihr eine Vertreterin des GdG-Rats zum Abschied 45 Rosen. Hanno Marheineke und Sabine Heinrichs vom Team übergaben Geschenke.

Einen neuen Liedtext für sie geschrieben hatte Gemeindereferentin Babette Sanders, ihre Nachfolgerin als Verantwortliche für das Projekt. Mit einem langen geselligen Beisammensein ging der letzte Gottesdienst für Ingrid Beiten in ihrer Funktion als dafür Verantwortliche in der Unterbrucher Kirche zu Ende.