1. Lokales
  2. Heinsberg

Waldfeucht-Brüggelchen: Streuobstwiese sorgt für Vielfalt heimischer Obstsorten

Waldfeucht-Brüggelchen : Streuobstwiese sorgt für Vielfalt heimischer Obstsorten

Schon seit langer Zeit hatten Cäcilie Cleef und Monika Szejny-Rütgers die Idee, eine Streuobstwiese anzulegen. Nun wurde sie in die Tat umgesetzt: Ein Stück Ackerland wurde zur Obstwiese.

Ideengeberin Cäcilie Cleef, selbst ausgebildete Obstbaumwirtin und ehrenamtlich sehr stark dem Naturschutz verschrieben, fand dafür Unterstützung bei Monika Szejny-Rüttgers und weiteren Freunden des Naturschutzes. Die beiden Expertinnen legten großen Wert darauf, dass bei den angedachten vierzig Bäumen möglichst viele unterschiedliche Baumsorten vorkommen. So finden sich nun auf der Wiese rund 20 verschiedene Apfelsorten, dazu mehrere Sorten Birnen und Pflaumen. „Wir möchten dazu beitragen, die Vielfalt der Obstsorten zu erhalten, die es in unserer Heimat gibt“, nennt Monika Szejny-Rütgers einen der Gründe, die sie zu ihrem Engagement motivieren.

Darüber hinaus bietet die neu geschaffene Streuobstwiese, deren Anlage die untere Landschaftsbehörde des Kreises durch Sachleistungen unterstützte, neuen Lebensraum für Insekten und Vögel, für die es in der intensiv bewirtschafteten Waldfeuchter Feldflur nicht immer leicht ist, Nahrung und Schutz zu finden. Die Verantwortung für die Bäume übernehmen neben Cäcilie Cleef und Monika Szejny-Rütgers auch zahlreiche Baumpaten, die vom Projekt begeistert waren.

Am ersten Arbeitstag rückten Naturfreunde aller Generationen mit Geräten und viel Energie an. Die ersten Bäume wurden gepflanzt, da waren alle Beteiligten mächtig stolz auf ihre Arbeit. In Brüggelchen bekamen sie so ein Naturerlebnis der besonderen Art geboten. Wobei die Teilnehmer betonten, dass sie sich noch mehr Streuobstwiesen zum Erhalt der Natur wünschen.

Ab Mitte der 50er Jahre fielen zahlreiche Streuobstwiesen teilweise geförderter Rodung zum Opfer, ein Umdenken kam dann fast 30 Jahre später. Seit den 80er Jahren setzt sich besonders der Naturschutzbund Nabu für Streuobstprojekte ein.

Bundesweit gibt es rund 300.000 Hektar Streuobstwiesen. Es handelt sich dabei um Kulturlandschaften, dies hat auch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW entdeckt und stellt Broschüren zur Verfügung.

(agsb)