Erkelenz-Gerderhahn: Stein erinnert an Gerderhahner Ortsgeschichte

Erkelenz-Gerderhahn: Stein erinnert an Gerderhahner Ortsgeschichte

Einem Festabend anlässlich des 700-Jährigen Bestehens des Ortes Gerderhahn folgte die Enthüllung eines Gedenksteines. Nach einem feierlichen Gottesdienst versammelten sich die Festgäste im Ortsmittelpunkt, wo der Gedenkstein, ein Findling aus dem Braunkohle Tagebau, seinen endgültigen Bestimmungsort erhielt.

In seiner Begrüßungsansprache verwies Ortsvorsitzender Franks Salewsk in erster Linie auf den Zusammenhalt der örtlichen Vereine. „Unsere Feuerwehr ist die älteste im Kreis Heinsberg. Die Wurzeln des heimischen Karnevals fanden wir um 1860.

Die Gründung der St.-Hubertus-Bruderschaft ist auf das Jahr 1879 datiert und der Turnverein besteht auch bereits seit 84 Jahren“, so Salewski in seinen Ausführungen. „Darauf begründet ist gleichzeitig der Zusammenhalt der örtlichen Bevölkerung, die zur Stelle sind sobald es erforderlich ist“, so Vorsitzender Salewski.

Bevor der Ortsvorsitzende das Wort an den Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen übergab, dankte er dem Unternehmen RWE-Power für die Bereitstellung des Findlings sowie dem Baaler Unternehmen Grabsteine Jakobs, die eine aufwendig gestaltete Erinnerungstafel kostenlos zur Verfügung gestellt hatten.

Gemeinsam mit Bürgermeister Peter Jansen enthüllte Ortsvorsteher Frank Salewski den Gedenkstein. Bürgermeister Peter Jansen erwähnte während seiner Ansprache, dass dieser Stein an die Geschichte des Ortes erinnern und so den Zusammenhalt sowie die Verbundenheit innerhalb der örtlichen Bevölkerung dokumentieren soll.

Jansen führte weiterhin an, dass in dem westlich von Gerderhahn gelegenen neuen Baugebiet Gegenstände zu Tage gebracht wurden, die darauf schließen lassen, dass es bereits vor 3000 Jahren eine Siedlung im heutigen Gerderhahn gegeben hat. Auch Gemeindereferentin Ulla Rothkranz lobte in kurzen Worten den Zusammenhalt und die Verbundenheit der örtlichen Bevölkerung. Anschließend war es Pfarrer Dieter Plewnia, der den göttlichen Segen spendete und den Stein einsegnete.

Nicht mit leeren Händen war Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins der Erkelenzer Lande erschienen. Er überreichte zunächst eine Erinnerungsurkunde an Ortsvorsteher Frank Salewski und gab bekannt, dem Ort einen Mispelbaum zu schenken.

„Warum nicht eine Eiche, dafür aber einen Mispelbaum?“, frage Merkens in die Runde. Dieser erklärte, dass im Wappen der Stadt Erkelenz eine Mispelbaumblüte enthalten sei. Daher habe man sich eben für einen solchen Baum entschieden, der zu einem späteren Zeitpunkt einen geeigneten Platz in der Ortsmitte von Gerderhahn erhalten soll.

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