Heinsberg-Dremmen: Starke Proklamationssitzung der „Drömmer Hahne“

Heinsberg-Dremmen: Starke Proklamationssitzung der „Drömmer Hahne“

Die Insider wussten, was kommen würde, als Sitzungspräsident Jochen Lintzen Ortsvorsteher Albert Heitzer zur Proklamation des neuen Dremmener Prinzenpaares Theo I. (Moll) und Mella (Köster-Moll) gebeten hat. Aus dieser Nummer kommt der Ortsvorsteher nun gar nicht mehr raus“, so die Erkenntnis nach einer erneuten grandiosen Proklamationsrede.

Die Dremmener Karnevalsgesellschaft „Drömmer Hahne“ legte gleich mit Volldampf los. Klar ist: Auf die Proklamationsrede freut sich Dremmen stets wie auf das Weihnachtsgeschenk. Was aber nicht für das jeweilige Prinzenpaar gilt — denn dieses weiß nie, was Albert Heitzer verbal so alles rauskramt. Der Ortsvorsteher freute sich, in diesem Jahr einen internationalen Prinzen proklamieren zu dürfen.

Prinz Theo Moll spreche zu später Stunde stets ein gepflegtes Englisch, er sei der Engländer in Dremmen. Das Publikum hatte große Freude. Und eine Antwort ließ alle Dämme brechen. „Willst Du mein Mann werden, mich lieben und mit mir lachen?“, fragte einst die Prinzessin ihren Prinzen, dieser antworte kurz und schmerzlich: „Kömmer machen“. Das Festzelt tobte.

Prinzessin Mella beschrieb Heitzer als Dremmens Königin der Herzen und als Dame mit Charme und Humor. Heitzer übergab das Mikro an Jochen Lintzen, der wie immer schnell in Fahrt kam.

Nach der Proklamation ging es Schlag auf Schlag weiter. Marcus Magnus, zum Künstler des Jahres gekürt, hatte sein Großmaul Charly dabei, Dremmen erlebte eine Sternstunde der Bauchrednerkunst. Dremmens Lieblinge sind die Garden. Die kleine Garde, die mittlere Garde, Tanzmariechen Jana und die Showtanzgruppe „Sparkle Motion“ sowie die Hühnerattacke (diese blieb allerdings ohne Folgen) — Dremmen hat viele Juwelen.

Bühne frei hieß es dann für Pitter&Harry, beide mischten das Hahneland als „zwei jepflappte“ mächtig durcheinander. Ebenfalls aus Köln war wohl das schönste kleine Blonde nach dem Kölsch angereist, es brachte jedes Männerherz zum Rasen. Die kölsche Nachtigall Rosita ließ es krachen. Zuvor wirbelte Stadtprinz „Smille Guido“ auf der Bühne, der Kempener entpuppte sich echte Stimmungskanone.

Ein herrliches farbenprächtiges Bild auf der Bühne gab es beim Empfang der Gastvereine. Dabei gab es dann eine Überraschung durch Prinzessin Mella und An-drea von den Püescheler Klompe, beide sangen das Heidi-Lied — in jungen Jahren hatte es hier die Premiere gegeben.

Als Jochen Lintzen dann Jörg Hammerschmidt ankündigte, war Dremmen raselsjeck. Als Stimmenimitator hat der Künstler fast 70 Promis im Gepäck, soviel Prominenz auf der Bühne hatte Dremmen selten erlebt. Hammerschmidt war das absolute Highlight — was für eine Nummer in Dremmen! Der Künstler selbst dankte Publikum, schenkte ihm mehrere Zugaben — und es gab Standing Ovationen.

(agsb)
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