Heinsberg: Stadtbibliothek soll in die Sonnenscheinschule umziehen

Heinsberg : Stadtbibliothek soll in die Sonnenscheinschule umziehen

Die Zukunft der Sonnenscheinschule, genauer gesagt der Gebäude, in der sie sich derzeit noch an der Westpromenade befindet, beschäftigt die Fraktionen im Heinsberger Rat offenbar immer noch. Nun schalten sich auch die Freien Wähler ins Geschehen ein.

Zuvor war die SPD mit der Idee, an dieser Stelle eventuell einen Wohn- und Geschäftskomplex zu errichten, mit Stimmenmehrheit der CDU gescheitert und die Christdemokraten hatten sich für einen großflächigen öffentlichen Parkplatz ausgesprochen.

„Zur Entlastung der Haushaltskasse und Erhaltung unserer Gebäude“ möchten Walter Leo Schreinemacher und Sascha Mattern die Verwaltung beauftragen, „die Möglichkeit eines Umzugs der Stadtbücherei in die Gebäude der Sonnenscheinschule unter Berücksichtigung einmaliger, kurzfristiger und mittelfristiger finanzieller Folgen“ zu prüfen. Der Bericht soll dann zur weiteren Beratung an den Schul- und Kulturausschuss geleitet werden.

Als Begründung führen beide an, das die Stadtbücherei zurzeit in einer Immobilie in der Patersgasse in einer 1A-Geschäftslage untergebracht sei. Die Stadt könne diese als Geschäftsimmobilie dann gewinnbringend vermieten oder möglicherweise veräußern. „Gleichzeitig wird der Abbruch der Sonnenscheinschule fokussiert, wenn kein Investor gefunden wird. Gerade aber der Verwaltungstrakt ist in einem sehr guten Zustand. Durch einen Umzug und die Nutzung der Stadtbücherei in den notwendigen Teil der erhaltenswerten Gebäude an der Westpromenade 60 wäre die Stadtbibliothek weiterhin zentral gelegen.“

Außerdem solle auf der frei werdenden Fläche ein neuer Parkplatz entstehen. Eine Bushaltestelle befinde sich in unmittelbarer Nähe. „Zusätzlich wäre die Bücherei in der Nähe der Grundschule und für die Schüler dort leicht zu erreichen, was einen weiteren Standortvorteil ausmacht“, glauben Schreinemacher und Mattern. Nicht zu unterschätzen sei zudem, dass der stadtbildprägende Teil der Gebäude der Schule, den viele Heinsberger auch mit ihrer Schulzeit in Verbindung brächten, auf diese Weise erhalten bleiben könne.

Besonders spannend dürfte nun sein, wie die CDU-Mehrheitsfraktion in der nächsten Ratssitzung diesen Vorschlag bewertet.

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