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„Sport am Beeckbach“: Stadt hofft auf reichlich Fördermittel

„Sport am Beeckbach“ : Stadt hofft auf reichlich Fördermittel

Es einte alle Wegberger Ratsmitglieder fraktionsübergreifend in Freude und Dankbarkeit — das Zauberwort „Fördermittel“. Freude darüber, das Projekt „Sport am Beeckbach“ bei Förderzusage trotz schwieriger Finanzlage verwirklichen zu können; und Dankbarkeit gegenüber den Verwaltungsmitarbeitern, die trotz des engen Zeitfensters einen überzeugenden und optisch ansprechenden Förderantrag möglich gemacht hatten.

Frank Thies, der Technische Beigeordnete der Stadt, hatte Projekt und Förderantrag in der Ratssitzung präsentiert und die erfreulichen Details erläutert. Das Bundesinnenministerium hatte am 1. August einen Förderaufruf für das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ veröffentlicht.

Gefördert werden sollen Projekte, die eine besondere Wirkung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration vor Ort haben und zudem in besonderer Weise zu den Klimaschutzzielen des Bundes beitragen. Kommunen in einer Haushaltsnotlage erhalten einen Förderanteil von 90 Prozent, sodass die Stadt Wegberg lediglich einen Eigenanteil von zehn Prozent zu tragen hätte.

Mit dem Projekt „Sport am Beeckbach“ legte die Verwaltung eine Konzeption zur Sanierung, Aufwertung und Ausbau von Freizeit-Sport- und Begegnungsstätten südlich des Beeckbachs vor. Sie entspreche den hohen Vorgaben des Projektaufrufes und sieht die energetische Sanierung des Grenzlandringbades bei gleichzeitiger Umgestaltung zum Gartenhallenbad vor.

Außerdem soll der Tennenplatz am Hans-Gisbertz-Stadion zum Kunstrasenplatz umgebaut werden mit Tribüne und Nebenräumen. Daran soll sich ein Hybrid-Rasen-Kleinspielfeld anschließen. Eine Jogging- und Skaterstrecke soll entlang des Beeckbaches durch das geplante Baugebiet „Wegberg-Süd“ führen und die Turnhalle in Beeck soll saniert und zu einem „Mehrgenerationentreff“ umgebaut werden.

Große Pläne, große Investition: geschätztes Gesamtinvestitionsvolumen 6.261.000 Euro, Eigenanteil für die Mühlenstadt 626.100 Euro.

Da Projekt beinhaltet verschiedene geplante Maßnahmen, die in der kurz- und mittelfristigen Finanzplanung der Stadt ohnehin enthalten sind. Etwa die Sanierung der Sanitär- und Umkleidebereiche und die Erneuerung/Sanierung der Geräteraumtore und Fenster in der Turnhalle Beeck, die Sanierung des unteren Flachdaches und der Fassaden- und Innenwände am Grenzlandringbad. Dafür wären rund 800.000 Euro nötig. Der Eigenanteil aus dem Förderantrag würde also deutlich unter diesen Kosten bleiben.

Der Förderantrag ist bereits eingereicht, Stichtag war der 31. August. Selbstverständlich sprach sich der Rat nachträglich für den Förderantrag aus und beschloss die Bereitstellung des Eigenanteils im Fall einer Förderzusage. Derzeit werden die Anträge vom Land geprüft und bewertet und gehen dann an eine Jury im Bundesinnenministerium. Ein Bescheid über den Förderantrag wird im Dezember 2018 erwartet.

(mb)