Heinsberg: Sportstättenbedarfsplan der CDU verabschiedet

Heinsberg: Sportstättenbedarfsplan der CDU verabschiedet

Beschlossen wurde sie erneut, die Erstellung eines Sportstättenbedarfsplanes in Heinsberg. Nachdem schon der Sportausschuss den von der CDU ausgearbeiteten Antrag abgesegnet hatte, nahm dieser nun auch die Hürde des Stadtrates. Unwidersprochen blieb der Antrag jedoch nicht, denn die Freien Wähler (FW) stemmten sich dagegen.

Zur Erinnerung: Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) ging in einer Stellungnahme davon aus, dass im Zuge des demografischen Wandels die Nutzung von Außensportanlagen aufgrund sinkender Mitgliederzahlen in Vereinen weiter zurückgehen wird. Bis zum Jahr 2030 rechnet die GPA mit einem Bevölkerungsrückgang von zehn Prozent, der in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen noch höher ausfallen werde.

Heinsberg solle daher einen Sportstättenbedarfsplan erstellen. Auch eine Sportplatzbewirtschaftung sei nötig. Das unterstützt die CDU. Die Übertragung von Sportanlagen auf Vereine ist ebenso ein Thema wie die Schließung von Sportaußenanlagen.

Obwohl die CDU sich in der Beschlussvorlage recht detailliert zur Zukunft der 16 Rasen- und fünf Tennenplätze geäußert hatte, ging dies Walter Leo Schreinemacher und Sascha Mattern von den Freien Wählern nicht weit genug. „Wenn jedem Verein ein Platz zusteht und manchen unter bestimmten Voraussetzungen sogar zwei, sehe ich nicht, wo hier eingespart wird“, griff Mattern einen Punkt heraus.

Auch Schreinemacher konnte keinen Sparwillen erkennen. „Leider kann ich ohne ein genaues Zahlenwerk nicht erkennen, wie dieses Ziel erreicht werden soll. So wie es aussieht, sollen von den 16 Plätzen ja auf jeden Fall schon einmal 13 sicher sein. Es stehen also höchstens drei Plätze zur Diskussion.“

Auch die angedachte Förderung der Einrichtung von Kunstrasenplätzen mit 150.000 Euro hielten Mattern und Schreinemacher in der jetzigen Haushaltslage für nicht tragbar. „Bei aller Liebe zu den Vereinen, wenn ich kein Geld habe, kann ich nichts verschenken.“ Manfred Fell von der CDU verteidigte hingegen die Planung seiner Partei. „Wir sind aber weit davon entfernt, jedem Verein einen Kunstrasenplatz einzurichten.“ 500.000 Euro koste ein solcher, hieß es. Die 350.000 Euro, die die Vereine in Eigenregie beisteuern müssten, könne derzeit wohl kein Verein aufbringen.

(her)
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