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Bürgerbeteiligung: Spielplatz-Wünsche der Gerderather Kinder werden erfüllt

Bürgerbeteiligung : Spielplatz-Wünsche der Gerderather Kinder werden erfüllt

Der Kinderspielplatz an der Ecke Vossemer Straße und Lärchenweg in Gerderath wird kräftig aufpoliert. Die Stadt hatte die Kinder um Vorschläge und Ideen gebeten. Diese werden nun umgesetzt.

Ihre besten Zeiten als Kinderspielplatz hat die umzäunte Fläche an der Ecke Vossemer Straße und Lärchenweg hinter sich. Nun will die Stadt sie mit neuen Ideen und Spielgeräten wiederbeleben. Denn die Zahl der Kinder im Umfeld des Platzes ist in den vergangenen Jahren wieder angestiegen.

Im vorigen Jahr schrieb Katharina Lüke vom Erkelenzer Jugendamt alle Familien mit Kindern im Umkreis von 500 Metern an und bat um Ideen für den neuen Spielplatz. „Wegen der coronabedingten Maßnahmen konnten wir uns nicht persönlich treffen und über die Ideen sprechen“, erläuterte Lüke beim Termin vor Ort. Viele Kinder hatten ihre Wünsche für den idealen Spielplatz gemalt.

Die Bilder wurden in der zweiten Phase zur Basis für die Erstellung von drei Konzepten, die auf dem Spielplatz präsentiert wurden. Wird es ein Labyrinth geben? Können Wasserspiele eingebaut werden? Wie groß ist das Klettergerüst? Die Kinder hatten noch viele Fragen und wollten natürlich auch wissen, weshalb die eine oder andere Idee nicht umgesetzt werden kann, obwohl sie doch so gut ist.

Jugendpflegerin Lüke nahm sich die Zeit, möglichst viele Fragen zu beantworten. Dabei vermied sie planungstechnische Begriffe wie „Kombinations-Spielanlage“ und erläuterte, weshalb eine Rutsche nicht in Richtung der Mittagssonne ausgerichtet sein sollte. Das Interesse war groß, und so waren neben den Kindern auch viele Eltern gekommen. Einige von ihnen kannten den Spielplatz an der Ecke noch aus den eigenen Kindertagen. „Ich bin froh, dass sich hier endlich etwas bewegt“, sagte ein Vater am Rande der Präsentation. „Schließlich wohnen hier genug Familien mit Kindern.“

Das war nicht immer so, wie auch René Steiner weiß. „Die Nachbarschaft hier ist im Wandel, eine neue Generation rückt nach.“ Der grüne Ratsherr hatte schon im letzten Kommunalwahlkampf für einen neuen Spielplatz an alter Stelle geworben. Damit lief er jedoch bei den Gerderathern und bei der Stadt gleichermaßen offene Türen ein. Die Notwendigkeit war bekannt. Neben dem Zustand der Anlage selbst war auch die Entfernung bis zum nächsten Spielplatz innerhalb Gerderaths ein Argument für die Ertüchtigung. Die nächsten Spielplätze liegen an der Meister-Gerhard-Straße oder in entgegengesetzter Richtung An der Wolfskaul.

Nachdem die vorgestellten Konzepte genau unter die Lupe genommen worden und einige Veränderungen eingebracht waren, stimmten die Kinder ab. Dazu gab es grüne Klebepunkte, die sie an das Konzept ihrer Wahl klebten. Die wichtigste Frage gab es noch zu klären: Wann kommt der neue Spielplatz?

Hier mussten Jugendpflegerin Lüke und Bürgermeister Stephan Muckel die gute mit der schlechten Nachricht verbinden. „Die Kosten sind im laufenden Haushalt eingeplant“, erklärte Muckel. Daher stehe einer schnellen Umsetzung an sich nichts im Wege. Allerdings sei dies derzeit auch eine Frage der Lieferzeiten und der Verfügbarkeit von Materialien. Katharina Lüke erklärte, es sei nach Aussage verschiedener Hersteller mit Lieferzeiten von rund vier Monaten zu rechen.

Der neue Spielplatz wird rund 25.000 Euro kosten. Zunächst wird es eine neue Wippe und die besagte Kombinations-Spielanlage geben. Das von fast allen gewünschte Trampolin wird dann in einem weiteren Schritt kommen. „Vom derzeitigen Budget hätten allein die Erdarbeiten rund um das Trampolin mehr als die Hälfte verschlungen“, erläuterte Lüke. Ohne die notwendigen Arbeiten sei ein Trampolin auf dem großen Sandplatz jedoch sinnlos. „Wir haben das Trampolin auf der Liste, es wird nur noch etwas dauern“, versprach sie.

Etwas schneller ging es da mit dem Eis. Denn pünktlich nach der Verteilung der grünen Punkte kam ein Eiswagen daher und lud zur kalten Erfrischung ein. Den Wagen hatte Ratsherr Steiner als Dank für die gute Zusammenarbeit von Familien, Politik und Verwaltung organisiert.