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Aktion in Steinkirchen: Spendenbereitschaft für Menschen in der Ukraine ist groß

Aktion in Steinkirchen : Spendenbereitschaft für Menschen in der Ukraine ist groß

An Tag 1 der Ukraine-Spendenaktion in Steinkirchen haben viele Bürger Hilfsbereitschaft gezeigt. Am Donnerstag erfolgt der erste Weitertransport der Hilfsgüter.

Es war kaum 10 Uhr am Morgen des ersten Sammeltages für die Ukraine in der Steinkirchener Kirche, da fand sich kaum mehr ein Parkplatz vor dem Gotteshaus. Aber die Organisatoren hatten mitgedacht, und so machten sich auch zu weiter entfernt parkenden Spendern gleich Helfer mit Schubkarren auf den Weg, um beim Entladen der Hilfsgüter zu helfen.

Initiator Michael Beckers war indes damit beschäftigt, in und vor der Kirche den Überblick zu behalten. Beeindruckt zeigte er sich nicht nur von der großen Spendenbereitschaft, die schon nach einer halben Stunde den Mittelgang in der Kirche zusehends mit Kartons, Koffern und blauen Säcken füllte, sondern auch von der Hilfsbereitschaft der Ophovener und weiterer Menschen aus der Region, die alle ganz selbstverständlich mit anpacken. Gerade erst haben sie ihren Zusammenhalt in der Flutkatastrophe bewiesen, da treten sie erneut geschlossen an, um dieses Mal den Menschen in der Ukraine zu helfen, ebenso wie denen, die inzwischen in die im Westen angrenzenden Staaten geflohen sind.

Da fällt es Beckers leicht, einen Arbeitsplan für die nächsten Tage aufzustellen, denn noch bis Sonntag, 13. März, können in der Kirche in Steinkirchen täglich, auch am Wochenende, von 10 bis 18 Uhr Spenden abgegeben werden. In der Kirche werden die Spenden dann sortiert, und es hilft dem Team sehr, wenn die Kartons oder Tüten beschriftet sind. So ist leicht erkennbar, wenn eine Spende gar nicht mehr neu sortiert werden muss.

 Im Mittelgang der Steinkirchener Kirche türmten sich schon kurz nach Öffnung am Mittwochmorgen viele Hilfsgüter für die Menschen, die in oder aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen sind.
Im Mittelgang der Steinkirchener Kirche türmten sich schon kurz nach Öffnung am Mittwochmorgen viele Hilfsgüter für die Menschen, die in oder aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen sind. Foto: Anna Petra Thomas

Benötigt wird auch weiterhin Winterbekleidung, vor allem für Frauen und Kinder, auch Schuhe, Decken und haltbare Lebensmittel sowie Hygieneartikel und Medikamente. Allerdings müssen sowohl die Lebensmittel als auch die Hygieneartikel noch in ihren originalen Verpackungen sein, da sie ansonsten vom Team aufwendig entsorgt werden müssen.

Mit viel Freude nahm das Team um Beckers die Nachricht auf, dass es gelungen ist, bereits morgen die ersten Transporte zur „Task Force Flüchtlingshilfe“ nach Gelsenkirchen sicherzustellen, die sich um den weiteren Weg der Spenden an die polnisch-ukrainische Grenze und in die Ukraine selbst kümmert. Als erste wird sich bereits am Donnerstag die Löschgruppe Kempen der Freiwilligen Feuerwehr in Heinsberg für ihre Nachbarn mit zwei Fahrzeugen auf den Weg nach Gelsenkirchen machen. Weitere Zusagen für Transporte gibt es auch von der Heinsberger Tafel und von einem Obstgroßhändler.