Kommentar zur Mensa am Schulzentrum: Sparwillen in teuren Zeiten

Kommentar zur Mensa am Schulzentrum : Sparwillen in teuren Zeiten

Welche Schattenseiten die seit Jahren gute Konjunktur am Bau hat, spüren seit einiger Zeit auch die Kommunen. Für manche öffentlichen Projekte finden sich kaum Handwerker, bei anderen Ausschreibungen liegen die Forderungen der Firmen weit über dem Budget.

Die davongaloppierenden Baukosten könnten auch ein gravierender Teil des Problems sein, das sich aktuell in der Waldfeuchter Politik zeigt: 1,6 Millionen Euro für eine Mensa sind vielen Beteiligten schlicht zu viel. Auch wenn diese Summe nach Angaben des Architekten im aktuell üblichen Rahmen liegt.

Nun stecken in diesen 1,6 Millionen Euro schon mehr als 61.000 Euro für weitere Kostensteigerungen bis zum möglichen Baubeginn im dritten Quartal des kommenden Jahres. Das Architekturbüro rechnet bis dahin mit Zuschlägen von fünf Prozent. Angesichts einer durchschnittlichen Inflationsrate von zuletzt 2,6 Prozent zeigt sich, wie groß die Kostensprünge sind.

Der Sparwillen der Politik ist trotzdem lobenswert. Ohne Widerspruch will man einen so dicken Batzen Geld nicht herausrücken. Zu präsent sind die Erinnerungen an das Haushaltssicherungskonzept, aus dem sich die Gemeinde dank Sparkurses und sprudelnder Steuereinnahmen herausarbeiten konnte.

Es sei jedoch davor gewarnt, die Standards zu weit nach unten zu schrauben. Angesichts immer längerer Schultage sollte man den Kindern und Jugendlichen ein attraktives Umfeld bieten, in dem sie sich wohlfühlen können. Hier gilt es, das nötige Augenmaß zu bewahren.