Sommerfest in der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath

Naturschutzstation : Auf der Jagd nach den Nachtgestalten

„Insekten – kleine Tiere ganz groß“ lautete das Motto des zweiten Sommerfestes der Naturschutzstation Haus Wildenrath. Ziel war es, die Natur ganz spielerisch zu erleben.

Die Besucher konnten sich aktiv informieren, wie man zum Beispiel im heimischen Garten durch gezielte Anpflanzungen ein insektenfreundliches Umfeld schafft, Insektenhotels baut oder Ecken schafft, in denen die Gartenbewohner leben können.

Schon am Samstag hatten Brigitta Szyska von der Naturschutzstation und die niederländische Geschichtenerzählerin Pauline Bongers zum kreativen Spiel mit dem Thema eingeladen. Bongers ist seit 20 Jahren grenzübergreifend als Naturführerin tätig und hat vor einigen Jahren das Konzept ihres Naturtheaters entwickelt.

In kleinen Geschichten über die Kröte, die zu viel wächst oder die Geburtstagsfeier der Biene bringt sie ihren großen und kleinen Zuhörern mit den fantastischen Geschichten auch die Umweltthemen näher. Mit der Naturschutzstation arbeitet sie öfter zusammen und lädt zu Themenführungen in die Natur ein, die natürlich mit ihren Geschichten verbunden werden.

Ein Stück weiter am Weiher konnten sich die Besucher mit dem Kescher bewaffnet auf die Suche nach den kleinen Teichbewohnern machen. Diese wurden gefangen, genau angeschaut und dann wieder ausgesetzt. Brigitta Szyska wusste über die Kaulquappen und Teichkrebse ebenso spannend zu erzählen wie zuvor Bongers. Vom Teich aus ging es abends auf die Pirsch und unter fachkundiger Begleitung von Astrid Linzen zu den „Nachtgestalten“. Gemeint waren natürlich die Fledermäuse und Biber, die man am besten beobachten kann, wenn es dunkel ist.

„Es sind erfreulich viele Familien mit Kindern gekommen“, sagte Szyska. Im vergangenen Jahr hatte die Station mit dem ersten Sommerfest begonnen, um eine breitere Zielgruppe anzusprechen und über die Arbeit zu informieren. Neben der Artenerhebung aus zoologischer und floristischer Sicht gehört die Umweltbildung zu den Aufgabenfeldern der Station. Regelmäßig sind Schulklassen oder Kindergartengruppen zu Gast, die in Haus Wildenrath spielerisch lernen, „wie Umwelt funktioniert“ oder wie die Bauernhoftiere wirklich aussehen. „Auch als Alternative zum Indoor-Spielplatz bei Kindergeburtstagen sind wir sehr gefragt“, erklärte sie. Die Themen würden immer wieder neu und altersgerecht aufbereitet, zum Beispiel in Form des interaktiven Naturtheaters.

Am Sonntag empfing Haus Wildenrath seine Gäste mit Infoständen und Präsentationen. Ganz praktisch konnten die Besucher sehen, wie man ein Insektenhotel baut.