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Erkelenz: Situation auf Erkelenzer Markt „nicht akzeptabel“

Erkelenz : Situation auf Erkelenzer Markt „nicht akzeptabel“

Der Verkehr in der Fußgängerzone war Gegenstand einer Befragung, mit der sich die Stadt und die Ratsfraktionen an Anwohner gewendet hatten. 49 Gewerbetreibende, 102 Anwohner und 74 Eigentümer wurden befragt, um an der Lösung des Problems mitzuarbeiten.

Acht Antworten erhielt die Stadtverwaltung, wie Nicole Stoffels im Bericht aus dem Stadtmarketing vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung ausführte.

Vorangegangen war ein Antrag der Bürgerpartei auf Sperrung der Zufahrtswege auf den Markt durch Poller. Politik und Verwaltung bestätigten, dass die derzeitige Situation des Befahrens der Fußgängerzone in der gesperrten Zeit ab 11 Uhr „nicht akzeptabel“ sei, hieß es in der Sitzungsvorlage zu dem Punkt.

Es entstünden vermehrt gefährliche Situationen und der gewollte Aufenthalt der Bürger und Besucher der Stadt auf dem Markt werde gestört. Durch die autofreie Zone erhalte der Markt ein besonderes Flair und eine hohe Aufenthaltsqualität — eigentlich. Denn immer mehr Besucher beschwerten sich über zunehmend ungemütliche Situationen.

Drastische Maßnahmen, wie versenkbare Automatikpoller, sollten durch die Mitarbeit der Anlieger vermieden werden. Daher wurde im Anschreiben zusätzlich um eigene Ideen und Anregungen gebeten. Auch das eigene Verhalten und das von Lieferfahrern sollten auf den Prüfstand.

Einige Anwohner tragen nach eigener Meinung nicht zur Situation auf dem Markt bei oder tun dies unbewusst, wie die ältere Dame, die sich regelmäßig Essen durch einen Lieferdienst bringen lässt. Sie gab an, nichts von der Brötchentaste gewusst zu haben, die ein kostenloses Parken während der Auslieferung ermöglichen würde.

Es wurde auch darauf hingewiesen, dass Fahrradfahrer durch rücksichtslose Fahrweisen ebenso wie Autofahrer ein Problem darstellten. Kritisiert wurde auch, dass auswärtige Autofahrer oftmals durch ihr Navigationssystem auf den Markt gelotst würden und somit nicht absichtlich die Fußgängerzone befahren würden.

Die Fußgängerzone müsse besser gekennzeichnet werden, damit ein versehentliches Befahren nicht mehr möglich sei. Darüber hinaus wurde die Einrichtung ausgewiesener Stellplätze für den Lieferverkehr vorgeschlagen. Die vier Zufahrten zum Markt — Marktgasse, Kölner Straße, Aachener Straße und Brückstraße — sollten besser gekennzeichnet oder durch Poller für Lastwagen gesperrt werden.

Auch die Kreispolizei wurde um eine Stellungnahme gebeten. Sie sehe keine akut vorliegende Gefährdung, hat aber zugesagt, verstärkt zu kontrollieren und die Ergebnisse mitzuteilen. Die Ergebnisse der Befragung werden im Rat noch diskutiert, bevor im Herbst Maßnahmen zur Umsetzung präsentiert werden.