Einstimmung auf die Festtage: Sinfonie- und Juniororchester der Kreismusikschule spielen Weihnachtskonzert

Einstimmung auf die Festtage : Sinfonie- und Juniororchester der Kreismusikschule spielen Weihnachtskonzert

Das traditionelle Weihnachtskonzert des Sinfonieorchesters und des Juniororchesters der Kreismusikschule am Abend des dritten Advents ist längst kein Geheimtipp mehr. Denn die beiden Orchester stellen neben dem Können als geschlossene Gruppen auch ihr harmonisches Zusammenspiel unter Beweis.

Dementsprechend war die Lövenicher Kirche St. Pauli Bekehrung sehr gut besucht, denn das Programm versprach wieder einen breitgefächerten Strauß an Kompositionen von der Klassik bis in die Neuzeit. Gleich zu Beginn musste die Schulleiterin Gerda Mercks jedoch unerwartete Änderungen im Programm bekanntgeben, da die aus Geilenkirchen stammende Sopranistin Aylin von der Ruhr erkrankt war und ihren Auftritt absagen musste.

Dadurch musste auf Mozarts „Sub tuum praesidium“, das „Christkind“ von Peter Cornelius sowie Felix Mendelssohns „Engelsterzett“ und „Heal the World“ des King of Pop Michael Jackson verzichtet werden. Dafür war „Conquest of Paradise“ von Vangelis kurzerhand ins Programm aufgenommen worden, was sich später auch als die richtige Wahl entpuppte.

Das Konzert begann mit dem „Concerto grosso“ von Francesco Manfredini mit Paula Roggen und Britta Menzel an der Solovioline, Aaron Lazar Birgel am Violoncello und Christian Meier am Cembalo. Anna Claßen und Kelly Niksch sangen Franz Schuberts „Schlafe holder Knabe“, ihnen folgten Giulia Busch und Theresa Baltes mit Engelbert Humperdincks „Abendsegen“. Später war Giulia Busch solo mit dem „Papierflieger“ und bei René Kollos „Weihnachtsfriede“ gemeinsam mit Thao My Le zu hören. Letzterer präsentierte gemeinsam mit Anja Böttrich auch Ennio Morricones „Nella Fantasia“ aus dem Film „The Mission“.

Das Orchester unter der Leitung von Ernest Frissen bewies bei Dvoráks „Sinfonie aus der neuen Welt“, Edvard Griegs „Das Hochzeitsfest“ aus der „Peer-Gynt-Suite“ oder dem Arrangement „Coldplay on the Stage“ sein Können, wobei die Kirche als Klangkörper zur vollen Entfaltung der Musik beitrug.

Natalie Diart leitet die Gesangsklasse der Kreismusikschule, ihre Gesangsschüler wurden von Dr. Irina Fuchs am Klavier begleitet. Nach Astor Piazollas „Libertango“ endete das Konzert ganz traditionell mit Händels „Tochter Zion“. Der Besuch des Konzertes war kostenlos, Spenden waren jedoch willkommen.

„Pop goes Symphonic“

Im kommenden Jahr feiert die Kreismusikschule ihren 50. Geburtstag. Am 1. Oktober 1969 war die Kreismusikschule Erkelenz als Vorgängerin der heutigen Kreismusikschule auf Anregung des damaligen Landrates Josef Rick gegründet worden. Gefeiert wird das Jubiläum unter anderem mit einer Neuauflage von „Pop goes Symphonic“ am 6. und 7. April im Forum der Wassenberger Betty-Reis-Gesamtschule. Mit von der Partie sind wieder „Quod libet“ und die „beets´n`berries“.