Seniorenheim St. Josef Höngen unterstützt Projekt von Klaus Buyel

Hilfe aus Höngen: In Bujumbura ist die Tour nicht beendet

Höngen, Antwerpen, Daressalam, Bujumbura – der Caddy aus dem Selfkant mit seiner Sonderausstattung hat in den nächsten Tagen und Wochen eine weite Reise vor sich. Das Seniorenheim St. Josef Höngen hat ihn zur Verfügung gestellt, Pfarrer Klaus Buyel wird für den Transport nach Burundi sorgen.

Fünf Jahre lang betätigte sich Pastor Klaus Buyel Mitte der 1980er Jahre als Missionar im ostafrikanischen Burundi. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit als katholischer Priester gründete der gebürtige Erkelenzer während seiner Zeit auf dem schwarzen Kontinent zahlreiche soziale Projekte, denen er bis heute verbunden ist. Nun erhielt Buyel vom Seniorenheim St. Josef in Höngen den VW Caddy, der in einigen Wochen nach Afrika verschifft und dort dem Seniorenheim St. Elisabeth in Burundis Hauptstadt Bujumbura übergeben wird.

Seit seiner Rückkehr aus Burundi hat es sich Klaus Buyel zu seiner Lebensaufgabe gemacht, die Menschen in diesem Land, das eines der ärmsten der Welt ist, zu unterstützen. Sein Engagement ist vielfältig: Ob Pfarreien, soziale Organisationen oder die Menschen direkt vor Ort – Klaus Buyel hilft, wo seine Hilfe erforderlich ist. Neben Medikamenten, Lebensmitteln, Kleidung oder Saatgut für die Bauern überführte der Geistliche in den vergangenen 30 Jahren annähernd 130 Fahrzeuge nach Burundi, wo sie treue Dienste leisteten und leisten.

Auf dem jüngsten Erkelenzer Weihnachtsmarkt liefen sich Volker Kratz, Geschäftsführer des Seniorenheims St. Josef in Höngen, und Klaus Buyel zufällig über den Weg. „Wir bekommen in Kürze ein neues Fahrzeug zum Transportieren von Rollstühlen und deren Benutzern. Solltest du Interesse haben, kannst du unser altes Fahrzeug bekommen“, sagte Kratz zu seinem alten Bekannten, dem Erkelenzer Geistlichen Buyel. Für den Seelsorger, der sich diese Offerte nicht nehmen ließ, war das ein perfektes Geschenk. Auch wusste Buyel gleich, wo solch ein Fahrzeug am dringendsten benötigt wird: im St.-Elisabeth-Altenheim in Bujumbura. Auch Volker Kratz war erfreut zu hören, dass das Fahrzeug nun in einem afrikanischen Altenheim gute Dienste leistet. „Es ist schön zu wissen, dass unser Caddy weiterhin in einem Heim für Senioren zum Einsatz kommt.“

Bevor der Wagen nun in einigen Wochen in Antwerpen verschifft und auf dem Seeweg nach Daressalam (Tansania) transportiert wird, erhält das Fahrzeug eine weiße Lackierung. „Später noch mit einem roten Kreuz versehen, werden unsere Autos dann während ihrer Fahrten durch das Land kaum von Polizei und Militär kontrolliert“, erläutert Pfarrer Buyel. Die weißen Fahrzeuge, mit einem roten Kreuz versehen, stellten eine Art Lebensversicherung in diesem von Unruhen geplagten Land dar.

Als kleines Zeichen des Dankes überreichte Buyel den Verantwortlichen des Höngener Seniorenheims einen Bildband, der Auskunft gibt über zahlreiche soziale Projekte des engagierten Geistlichen.

Mehr von Aachener Zeitung