Heinsberg: Seltene Vögel sind wieder zurück am Lago Laprello

Heinsberg: Seltene Vögel sind wieder zurück am Lago Laprello

Offenbar sind sie wieder da, die Kiebitze und Flussregenpfeifer am Nordsee des Lago Laprello. Nachdem die Stadt Heinsberg im vorletzten Winter mit fachlicher Unterstützung des Stadtbiologen Frank Backwinkler umfassende Pflegemaßnahmen auf der Insel im Naturschutzgebiet durchgeführt hatte, gelangen im letzten Sommer Sichtungen zahlreicher und nicht alltäglicher Vogelarten.

Ein Höhepunkt war sicherlich die erfolgreiche Brut der bedrohten Kiebitze und Flussregenpfeifer.

Auch im letzten Winter ließen sich weitere schöne Beobachtungen machen: Reiher-, Tafel- und Schellenten — letztere meist auf dem Südsee — und für den aufmerksamen Spaziergänger fast allgegenwärtig, mehrere Eisvögel, die wegen ihres bunt schillerndem Gefieders zu Recht als fliegende Edelsteine bezeichnet werden.

Auch in diesem Frühjahr warteten die Ornithologen wieder gespannt, ob sich die Rückkehrer aus den Winterquartieren erneut am Lago zeigen würden. Und tatsächlich — Kiebitz und Flussregenpfeifer sind inzwischen eingetroffen und ein Kiebitz-Paar ist sogar schon bei der Brut zu beobachten.

Derzeit lohne auch ein Blick auf die Wasserflächen des Nordsees, teilt die Stadt mit: Löffel-, Pfeif- und Schnatterenten seien regelmäßig zu sehen und sogar Knäckenten seien dieses Jahr schon gesichtet worden.

Es müssen aber gar nicht mal die seltenen Vögel sein, die das Herz erfreuen. Auch die Balz der auf allen Lago-Seen häufigen Haubentaucher sei jedes Jahr ein Vergnügen und mit etwas Glück ließen sie sich auch bei der erfolgreichen Jagd auf Kleinfische beobachten.

Die Stadt Heinsberg macht noch einmal darauf aufmerksam, dass alle Besucher des Lago Laprello an den kleinen Naturwundern des Nordsees teilhaben können. Die drei Beobachtungstürme stehen hier für störungsarme Beobachtungen zur Verfügung. Der Turm am Südufer bietet sogar einen exklusiven Blick auf die oben beschriebene Insel. Mit einem guten Fernglas und einem Vogelbestimmungsbuch wird der Besuch noch einmal so lehrreich.

(red)
Mehr von Aachener Zeitung