Selfkant: Planer müssen bei Neubaugebiet nachbessern

Gemeinderat : Planer müssen bei Neubaugebiet nachbessern

Eine Formsache in Ausschuss- und Gemeinderatssitzung war die Änderung des Flächennutzungsplanes „Tüddern Süd – Hinter der Gärtnerei“. Dort sollen 20 bis 25 Gebäude entstehen, wobei die Aufstellung des Bebauungsplanes besonders in der Ausschusssitzung für Verkehr, Bauen und Umwelt nach Vorstellung durch ein Planungsbüro viele Fragen unbeantwortet ließ. Die Ausschussmitglieder wunderten sich – allen voran Ortsvorsteher Heinz-Hubert Ruers (CDU): Denn anscheinend waren einige Details aus der Vorplanung den Planern so nicht bekannt.

Im Bereich hinter dem Gärtnereigelände entsteht bis zum angrenzenden Sportplatz am Messweg in Tüddern ein neues Baugebiet. Dort ist vom Messweg aus kommend eine Einfahrt ins Baugebiet vorgesehen. Ruers sieht dort Unfallgefahr. Einig war man sich, dass die Baustraße nicht über den Messweg beziehungsweise die Neustraße erfolgen soll, sondern über eine separate Baustraße. Diesbezüglich wurde eine Zufahrt auf der Sittarder Straße in Betracht gezogen. Ruers hakte besonders in Sachen „Starkregen“ nach, denn im Bereich Messweg/Neustraße gibt es bei starkem Regen Probleme mit Überflutungen. Auch diesen Punkt nahmen die Planer mit in die Überarbeitung, ebenso wie den Punkt Auffüllung des Geländes durch den Investor.

Insgesamt wurden sieben Punkte zur Überarbeitung notiert, diese Anregungen des Ausschusses waren Teil des Beschlusses des Gemeinderats. Der neue Planentwurf soll bald vorgestellt werden.

An diesem Abend hatten die Lokalpolitiker viel zu besprechen. Sie waren zu einer Mammutsitzung mit 26 Tagesordnungspunkten zusammengekommen. Es ging etwa noch um den Forstwirtschaftsplan und die Renaturierung des Rodebaches zwischen Wehr und Tüddern, die nun doch vorangetrieben werden könnte.

Die Interessengemeinschaft Havert freut sich über zusätzliche Mittel (8000 Euro) für die endgültige Fertigstellung des Dorfplatzes, hier kam vom Rat ein Dank für vorbildliches Engagement der IG und Dorfbevölkerung.

Diskutiert wurde auch über wilden Müll. Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen hatten den Vorschlag, mit Videoüberwachung an markanten Stellen zu kontrollieren. Im Rat sah man rechtliche Probleme. Es wurde auch an die Zivilcourage appelliert. Allerdings habe es auch schon Bedrohungen von Personen gegeben, die ihren wilden Müll über die Grenze gebracht hätten und beim Abladen erwischt worden waren. Der Rat bat die Verwaltung, in Sachen Videoüberwachung die rechtlichen Lage zu prüfen. Die FDP-Fraktion fragte, was die Entsorgung des wilden Mülls die Gemeinde kostet: Bürgermeister Herbert Corsten (CDU) teilte mit, dass im Haushaltsplan ein Betrag von 7000 Euro veranschlagt wurde.

Erfreulich ist, dass die Friedhofsgebühren im Selfkant konstant bleiben. Auf allen Friedhöfen im Selfkant ist zu erkennen, dass die Wiesengräber im Trend liegen.