Selfkant: Selfkant: Corsten als Bürgermeister wiedergewählt

Selfkant: Selfkant: Corsten als Bürgermeister wiedergewählt

Amtsinhaber Herbert Corsten von der CDU hat die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Selfkant am Sonntag zu seinen Gunsten entschieden. Mit 57,69 Prozent lag er klar von seinem Herausforderer Jan-Frederik Kremer, der von SPD, Pro Selfkant, FDP und Grünen nominiert worden war; Kremer kam auf 38,84 Prozent.

Die Einzelbewerber Hein Gottfried Fischer (2,58 ) und Matthias Hannen (0,89 ) spielten keine Rolle beim Ausgang dieser Wahl.

Blick auf die Zahlen: Im Sitzungssaal des Rathauses in Tüddern wurde mit Spannung auf die eintreffenden Ergebnisse aus den Bezirken gewartet.

Als die ersten Einzelergebnisse aus den Bezirken im Tüdderner Rathaus eintrafen, wurde schnell deutlich, dass Corsten die Oberhand behalten würde. Fast überall lag er vorne. Nur in Millen, wo es nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr den Disput um die Besetzung des Ortsvorsteher-­Postens gegeben hatte, schnitt Kremer um elf Prozentpunkte besser ab als Corsten, der aber nicht nur in allen anderen Orten erfolgreich war, sondern auch bei den Briefwählern, die mit 800 Stimmzetteln den größten Bezirk bildeten, über 50 Prozent kam.

Corsten: „Ich bin sehr zufrieden“

Der 65-jährige Corsten, der seit 2004 Bürgermeister ist und nunmehr seine dritte Amtszeit beginnt, strahlte nach Bekanntgabe des Endergebnisses, dankte allen, die ihm ihr Vertrauen ausgesprochen hätten, allen in der CDU, die ihn im Wahlkampf unterstützt hätten, und besonders seiner Ehefrau Marie-Jo, die ihm den Rücken freigehalten habe. Der wiedergewählte Bürgermeister vergaß aber auch nicht den Dank an die Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung für die geleistete Arbeit in der Wahlorganisation.

Dieses Ergebnis mit etwas mehr als 57 Prozent entspreche in etwa dem, was er erwartet und sich ausgerechnet habe, sagte Corsten. Ihm sei bewusst gewesen, dass eine Wiederholung des Ergebnisses aus dem Jahr 2009 mit mehr als 85 Prozent angesichts von drei Mitbewerbern und vor allem angesichts eines von gleich vier Parteien nominierten Gegenkandidaten nicht möglich gewesen sei. „Ich bin sehr zufrieden“, stellte Corsten am Sonntagabend mit Blick auf den Zahlenspiegel fest. Und er konnte sich einen Tipp an seine Mitbewerber nicht verkneifen, der da lautete, Konzepte mit Inhalten zu füllen.

Kremer: „Respektables Ergebnis“

Jan-Frederik Kremer aus Hückeswagen, der Kandidat von SPD, Pro Selfkant, FDP und Grünen, bezeichnete seine 38,84 Prozent als „respektables Ergebnis“, immerhin sei er ja bei null gestartet. „Ich habe mit gar nichts gerechnet, ich konnte das überhaupt nicht einschätzen“, sagte er zu seinen Erwartungen. Aber mit einem Ergebnis, für das man sich nicht schämen müsse, könne man zufrieden sein, meinte er.

Leid tat es ihm dann aber doch, dass es nicht zum Sieg gereicht hatte, unheimlich leid sogar für seine Mitstreiter, die „wahnsinnig viel Einsatz“ gezeigt hätten. Kremer, der diesen Wahlkampf als eine tolle Erfahrung („Es hat Spaß gemacht!“) bezeichnete, kündigte an: „Ich werde dem Selfkant verbunden bleiben!“ In welcher Form, ließ er offen.

(disch)
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