Erkelenz und Bad Windsheim: Seit 25 Jahren in Freundschaft verbunden

Erkelenz und Bad Windsheim : Seit 25 Jahren in Freundschaft verbunden

25 Jahre Städtefreundschaft verbinden Erkelenz und Bad Windsheim. Gefeiert wurde das Jubiläum in Bad Windsheim, wo die rund 100 Gäste aus Erkelenz empfangen wurden.

Gemeinsam pflanzten die Bürgermeister einen Mispelbaum, und ein neues Hinweisschild zeigt die Entfernungskilometer zwischen beiden Städten an.

Im historischen Ratssaal empfingen der Bad Windsheimer Bürgermeister Bernhard Kisch und weitere Vertreter der Stadt die Gäste aus Erkelenz. Neben den Mitgliedern des Partnerschaftskomitees, des Rates und der Verwaltungsleitung waren auch mehrere Erkelenzer Vereine gut vertreten, darunter der Freundeskreis Bad Windsheim, die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft und die Alte-Herren-Mannschaft des STV Lövenich. „Wir Erkelenzer freuen uns, dass wir hier sein dürfen und wünschen Ihnen und uns, dass die Freundschaft unserer Städte noch lange fortbestehen möge“, betonte Bürgermeister Peter Jansen.

419 Kilometer

Dem pflichtete sein Amtskollege Bernhard Kisch gerne bei. Er bedankte sich bei den Erkelenzern für die große Beteiligung und lud alle ein, sich ins Gästebuch einzutragen und anschließend das mittelalterliche Kiliani-Altstadtfest mit all seinen Attraktionen zu genießen. „Es ist schön, wenn man sich mit Freunden auch mal Aug‘ in Aug‘ gegenübersteht“, betonte Bernhard Kisch. Gesellig ging es dann im Gewölbekeller eines Brauhauses zu.

Derweil war auf den verschiedenen Plätzen der historischen Innenstadt das Kiliani-Altstadtfest in vollem Gange, und so mischten sich die Erkelenzer auch unter das Volk, knüpften neue und vertieften alte Freundschaften, genossen zünftige Blasmusik oder mittelalterliches Spektakel.

419 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Erkelenz und Bad Windsheim. Ein neues Schild weist darauf hin und zeigt auch in die richtige – nord-westliche – Richtung. Foto: Stadt Erkelenz/Friederike Grates

Am zweiten Tag standen zwei besondere Aktionen auf dem Programm. Peter Jansen und Gastgeber Bernhard Kisch enthüllten gemeinsam ein Wegweiserschild, das nicht nur die Richtung nach Erkelenz – Nordwesten – anzeigt, sondern auch die Entfernung von Bad Windsheim nach Erkelenz. Genau 419 Kilometer trennen demnach die beiden Städtefreunde.

Als zweite Gemeinschaftsaktion wurde ein Mispelbaum gepflanzt, den die Erkelenzer als Gastgeschenk mitgebracht hatten. Dass der Mispelbaum für Erkelenz ein besonderes Symbol ist, können nun auch die Bad Windsheimer auf einer von den Gästen mitgebrachten Hinweistafel lesen.

Einer Sage nach war im Jahr 878 in der Nähe von Köln eine große wüste Heide, auf der sich ein schreckliches Ungeheuer befand. Zwei tapfere Männer suchten das Ungeheuer, das sich unter einem Mispelbaum versteckt hatte, und töteten es. Fortan zierten die großen Blüten des Baumes die Wappenschilder der Vögte, Grafen und Herzöge der Gegend.

Nachmittags nahm die Delegation aus Erkelenz am historischen Festumzug durch Innenstadt teil, bevor die beiden Bürgermeister erneut ihre Fähigkeiten beim Fassanstich beweisen durften. Unterstützt wurden sie dabei von der Landwehrbräu-Bierkönigin Nicole.

Mit einem Freilichtgottesdienst an der Seekirche endete am Sonntag das Besuchsprogramm.

Der Gegenbesuch einer Delegation aus Bad Windsheim ist für den 25. bis 27. Oktober geplant, wenn in Erkelenz das europäische Partnerschaftsfest gefeiert wird. Zu diesen Begegnungstagen erwartet Erkelenz auch Delegationen aus den Partnerstädten Saint-James und Thum sowie aus deren Partnerstädten. Der Verein „Erkelenz international“ bereitet in enger Zusammenarbeit mit der Stadt ein abwechslungsreiches Programm vor.

Mehr von Aachener Zeitung