Selfkant-Höngen: Schwester Rita: Trauer um eine aufrichtige Ordensfrau, die alles gab

Selfkant-Höngen : Schwester Rita: Trauer um eine aufrichtige Ordensfrau, die alles gab

Schwester Rita, die Generaloberin der Caritasschwestern vom Hl. Josef, ist im Alter von 84 Jahren im Mutterhaus in Selfkant-Höngen gestorben.

„Über viele Jahrzehnte prägte sie das Leben bei den Alten- und Pflegeheimen St. Josef. Eine aufrichtige Ordensfrau, die nie einforderte, aber alles gab“, heißt es in einem gemeinsamen Nachruf von der Vereinigung der Caritasschwestern vom Hl. Josef sowie von Geschäftsführung, Mitarbeitern und Bewohnern der Alten- und Pflegeheime St. Josef.

Domkapitular Albert Honings hatte im Jahr 2010, als das diamantene Ordensjubiläum von Schwester Rita in Höngen gefeiert wurde, ihr Wirken gewürdigt: Viele Menschen hätten bei ihr nicht nur Unterkunft, Pflege und Hilfe, sondern auch Geborgenheit und Herzlichkeit gefunden.

In einem Brief schrieb damals der Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff: „Welch inneres Glück muss einen Menschen erfüllen, der auf ein solches Ordensleben zurückblicken darf. Ich bin sehr froh, Ordensfrauen in meinem Bistum zu haben, die durch ihr Leben Zeugnis geben von der Liebe und Barmherzigkeit des Herrn Jesus Christus.“

Dies sei eine Stärkung für viele. In seiner Predigt hatte Honings das im Evangelium geschilderte Gleichnis vom barmherzigen Samariter aufgegriffen, das als Appell der tätigen Nächstenliebe gilt. In deren Zentrum stehe nicht derjenige, der Liebe schenken wolle, sondern immer der Not leidende Mensch, erklärte er. Und Schwester Rita sei ein Beispiel dafür. Sie habe sich in Liebe hingegeben für alte und kranke Menschen. Sie sei „die Seele des Hauses“, würdigte er damals zugleich ihren Humor, ihre „ansteckende Freude“. Dabei habe sie etwas von Franz von Assisi, sagte Honings mit dem Verweis auf ihre Liebe zu Tieren. Zu den vielen Gratulanten gehörte damals Selfkant-Bürgermeister Herbert Corsten, der vor allem die Weltoffenheit der Ordensfrau herausstellte. Auch ihre Liebe zum Akkordeonspiel war bekannt.

Als im Jahr 2011 das neue Marketingkonzept von St. Josef mit dem Slogan „Einfach ein gutes Gefühl“ vorgestellt wurde, wurde betont: „St. Josef bleibt St. Josef.“ Dies sei die Maxime gewesen, nach der das neue Marketing gestaltet worden sei. Denn auch wenn es irgendwann einmal keine Ordensschwestern mehr bei St. Josef geben werde, solle alles bei St. Josef so bleiben, wie man es von den Schwestern übernommen habe, wurde damals erklärt.

Mit Schwester Rita ist nun die letzte Ordensfrau der Caritasschwestern vom Hl. Josef gestorben. Die Vereinigung, die Träger der Alten- und Pflegeheime St. Josef ist, wird von ihren weltlichen Mitgliedern — mit Thomas Verheyen als dem Vorsitzenden an der Spitze — weitergeführt.

Die feierlichen Exequien für Schwester Rita werden gehalten am kommenden Montag, 19. Oktober, um 14.30 Uhr in der Höngener Kirche St. Lambertus. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Klosterfriedhof des Alten- und Pflegeheims St. Josef in Höngen. Die Totenwache findet statt in Verbindung mit einem Wortgottesdienst am Samstag, 17. Oktober, um 16 Uhr in der Kapelle des ­Heimes.