Wassenberg: Schüsse auf Tankstelle in Wassenberg: Täter bleibt in Haft

Wassenberg: Schüsse auf Tankstelle in Wassenberg: Täter bleibt in Haft

Der Mann, der am Sonntagabend auf eine Wassenberger Tankstelle geschossen hat und verhaftet wurde, bleibt weiter in Haft. Das berichtet die Heinsberger Polizei. Dem Mann ein versuchter Einbruch mit einer Waffe zur Last gelegt.

Als plötzlich Schüsse durch die Nacht peitschten, war der Besatzung eines Streifenwagens an der Gladbacher Straße in Wassenberg schlagartig klar, dass es heute wohl nichts werden würde mit einer beschaulichen Dienstfahrt. Am Sonntag, gegen 22.20 Uhr, hatten die Beamten der Kreispolizeibehörde Heinsberg gleich mehrere Schüsse gehört.

Die Tankstelle war zur Tatzeit geschlossen. Foto: Claudia Krocker

Diese kamen offensichtlich vom Gelände einer zu dieser Zeit geschlossenen Tankstelle an der Gladbacher Straße. Als die Beamten nach dem Rechten sehen wollten, bemerkten sie eine männliche Person, die eine Maske über dem Gesicht trug und in ein angrenzendes Waldstück flüchtete. Nach Aussage von Oberkommissarin Angela Jansen gegenüber unserer Zeitung soll es sich um einen Art Mütze mit Sehschlitzen gehandelt haben.

Ein Diensthund fand die Waffe auf dem Fluchtweg des 29-Jährigen. Foto: Claudia Krocker

Die Beamten nahmen zu Fuß die Verfolgung des Mannes auf. Innerhalb des Waldstücks gab ein Beamter einen Warnschuss in die Luft ab. Kurz darauf gelang es den Polizisten, den Mann festzunehmen. „Er hat sich letztlich nicht der Festnahme widersetzt“, sagt Jansen. Es handelt sich um einen 39-jährigen Wassenberger, der schon „polizeibekannt“ sei. In welcher Form, darüber konnte die Oberkommissarin am Montag noch keine Angaben machen.

Die Beamten stellten die Waffe sicher. Foto: Claudia Krocker

Am Gebäude der Tankstelle wurden an der Tür zum Verkaufsraum mehrere Einschusslöcher festgestellt. Möglicherweise hat der Täter versucht, die Tür durch die Schüsse zu zertrümmern, um anschließend im Verkaufsraum einen Diebstahl zu begehen. Genaue Erkenntnisse hierzu sollen die Vernehmungen am Tag ergeben.

Auf seiner Flucht vor der Polizei hatte der 39-Jährige die Waffe weggeworfen. Später fand ein Diensthund der Polizei die Pistole auf dem Fluchtweg des Wassenbergers. Die Beamten stellten die Waffe sicher.

Zu den Gründen für die Vorgehensweise des Wassenbergers dauern die Ermittlungen weiter an.

(her)