Heinsberg-Schleiden: Schleiden: Fünfzigster Jahrestag der Einsegnung der neuerrichteten Kapelle

Heinsberg-Schleiden: Schleiden: Fünfzigster Jahrestag der Einsegnung der neuerrichteten Kapelle

Auf Einladung der Jugend- und Interessengemeinschaft Schleiden wurde das Jubiläum zum fünfzigsten Jahrestag der Einsegnung der neuerrichteten Kapelle in Schleiden gefeiert. Initiatoren des Jubiläumsfestes waren der pensionierte Pfarrer Konrad Mohr, der auch den Gottesdienst leitete, und der Ehrenvorsitzende der Jugend- und Interessengemeinschaft Schleiden, Heinrich Palmen.

Mit dem Thema der Messfeier „Unser Leben gleicht einem Baum — wir leben in wachsenden Ringen“, der erfreulich viele Bürger beiwohnten, wurde verdeutlicht, dass in der heutigen Zeit den veränderten Bedingungen Rechnung zu tragen ist und ein immer wieder neues „Aufstehen und Anfangen“ erforderlich ist, um Gemeinschaft erlebbar zu machen. So wie es eben vor nun mehr als 50 Jahren bei der Neuerrichtung der Kapelle geschehen war.

Im Anschluss an die Messfeier hatte die Jugend und Interessengemeinschaft Schleiden zu einem kleinen Empfang in die Alte Schule in Schleiden eingeladen. Dort wurden unter großem Applaus die von Kindern unter dem Motto „Schleiden — das gefällt mir“ selbst gemalten Bilder präsentiert. Während des Empfangs berichtete einer der damaligen Helfer, Franz Orths, über die Zeit der Errichtung der neuen Kapelle. Unterstützt wurde er von Heinrich Palmen und Willi Dautzenberg. Sie stellten mit Hilfe eines Bildvortrages die Verdienste von Gottfried Jansen heraus.

Gottfried Jansen hatte maßgeblich mit der Ausstattung und Erweiterung der alten Kapelle die Voraussetzungen für die Zustimmung zu einem Neubau geschaffen. Dank seines Einsatzes konnten in der alten Kapelle regelmäßige Messfeiern am Wochenende und Trauungen stattfinden. Auch der Verbleib des Allerheiligsten in der Kapelle ist sein Verdienst. Gleichzeitig wurde im Vortrag deutlich, dass aufgrund der Initiative und Tatkraft Einzelner und der überwältigenden finanziellen Opferbereitschaft der Schleidener die damaligen Entscheidungsträger den offen formulierten Wunsch eines größeren Neubaus nicht mehr abschlagen konnten. So konnten dann unter anderem die mittlerweile leider Verstorbenen Jakob Derichs und Willi Dautzenberg, Namensvetter des Anwesenden, mit der Unterstützung des gesamten Dorfes den Neubau und den Abriss der alten Kapelle in die Tat umsetzen.

Den Abschluss fanden die Arbeiten mit der Einweihung der neuen Kapelle am 8. Dezember 1964, bei der der damalige Propst Wilhelm Krüppel mit der Gemeinde das erste Messopfer in der neuen Kapelle feierte. Besonders erfreut waren die Organisatoren, dass die Besucher des kleinen Festes die mittlerweile sehr positive Entwicklung der Altersstruktur des Dorfes widerspiegelten und auch einige Ehemalige den Weg nach Schleiden gefunden hatten.

Es wurde spürbar, dass dem Motto der Messfeier auch nach 50 Jahren wieder Taten folgen sollen, damit in der Kapellengemeinde St. Quirinus Schleiden in absehbarer Zeit wieder regelmäßige Betstunden gehalten oder Messen gefeiert werden können.

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