Sanierungsarbeiten für Erhalt des Alten Friedhofs in Erkelenz

Erkelenz : Sanierungsarbeiten für Erhalt des Alten Friedhofs

Die Mauer um den alten Friedhof an der Brückstraße bröckelte, ein erster Teil wurde deshalb bereits saniert. In zwei weiteren Abschnitten soll auch der Rest der Mauer wieder instand gesetzt werden. Außerdem wurden zwei schadhafte Holzkreuze aus dem Jahr 1927 restauriert.

Der Alte Friedhof an der Brückstraße mit seinen historischen Grabstätten, hohen Bäumen, Sträuchern und Wildkräutern und seinem eigentümlichen Charme bietet einen Platz der Stille inmitten der Stadt. Zuletzt nagte der Zahn der Zeit an der Friedhofsmauer, die 1824 gebaut und 1864 erweitert wurde. Und auch eine Gruppe von drei Holzkreuzen von 1927 gab Anlass zur Sorge (Grabstätte Ludwig Haase, ehem. Kaplan in Erkelenz). Ein Kreuz dieser Gruppe musste daher aus der Anlage entfernt und im Bauhof der Stadt Erkelenz gesichert werden.

Dieses Kreuz wurde durch den Restaurator Jürgen Bandsom in Abstimmung mit dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland aufwendig restauriert. Auch die beiden anderen Kreuze wiesen Schäden unter anderem im Bereich der Bodenverankerung auf, eines davon wurde ebenfalls restauriert. Diese beiden Kreuze konnten nun wieder auf dem Friedhof aufgestellt werden. Im kommenden Jahr soll nach Angaben der Stadt Erkelenz nun das letzte Holzkreuz durch den Restaurator wieder hergestellt und an seinen alten Platz gebracht werden, um die Dreiergruppe wieder zu vervollständigen.

Die Umfassungsmauer des Friedhofs war in weiten Teilen in einem sehr schlechten Zustand. Die Verfugung war überwiegend rissig oder vollständig ausgebrochen. Etliche Steine fehlten und stellenweise war die Mauer von größeren Rissen durchzogen. Der alte Baumbestand und der Bewuchs des Friedhofes führten zu weiteren Schäden: Moos und Pflanzenwurzeln machten sich auf der Mauer breit. „Um eine weitere Schädigung zu vermeiden, wurde eine zeitnahe Sanierung zwingend erforderlich“, betont die Stadtverwaltung.

Der älteste Teil der Mauer wurde deshalb bereits von der Vegetation befreit und saniert: Schadhafte Steine wurden durch vergleichbare historische Steine ersetzt, das Mauerwerk wurde gereinigt und neu verfugt. In einem zweiten und dritten Abschnitt soll auch der Rest der Mauer in den kommenden beiden Jahren instand gesetzt werden.

Um den weiteren Erhalt der Anlage kümmert sich ehrenamtlich der Arbeitskreis Alter Friedhof im Heimatverein der Erkelenzer Lande. Die Arbeiten am Alten Friedhof wurden anteilig mit Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm des Landes NRW finanziert.

Mehr von Aachener Zeitung