Hückelhoven: Salmonellenausbruch im Altenheim: 24 Personen erkrankt

Hückelhoven: Salmonellenausbruch im Altenheim: 24 Personen erkrankt

In einem Hückelhovener Altenheim sind Salmonellen ausgebrochen. Dies teilte die Pressestelle des Kreises Heinsberg am Dienstagnachmittag mit.

Das Gesundheitsamt bezifferte die Zahl der erkrankten Personen auf bislang 24. Weitere Untersuchungen würden laufen, hieß es. Laut Kreis befinden sich unter den Erkrankten fünf Arbeitnehmer, zwölf Bewohner sowie sieben Bezieher von Speisen aus der Großküche des Heimes. Einige der Erkrankten würden vorsorglich stationär im Krankenhaus behandelt.

Betroffen ist das Altenheim St.Lambertus. Heimleiter Klaus Nießen sprach von sieben bestätigten Fällen einer Salmonellenerkrankung. Diagnostiziert sei sie unter anderen bei einem Mitarbeiter (bei dessen Einstellungsuntersuchung der Verdacht einer Salmonellenerkrankung aufgetaucht sei) und bei einer Bewohnerin in der Kurzzeitpflege. Sieben Personen seien im Krankenhaus. Nießen räumte allerdings ein, dass es 24 Personen mit Symptomen gebe.

Dr. Karl-Heinz Feldhoff, der Leiter des Gesundheitsamtes, sagte, es gebe 24 Personen mit klinischer Symptomatik. Somit gebe es 24 Fälle. Nicht in jedem Fall werde ein Labortest vorgenommen. Auf Salmonellen untersucht werde aber nun auf jeden Fall das Personal, und zwar nicht nur in der Küche, sondern auch Pflegekräfte und Reinigungspersonal.

Bislang steht nach Auskünften des Gesundheitsamtes und des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes noch nicht fest, wo sich der Bakterienherd befindet. „Möglicherweise wurden die Bakterien über einen Bediensteten in die Küche eingeschleppt”, erklärte die Pressestelle des Kreises. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt habe vor Ort die Küche komplett desinfizieren lassen. An diesem Mittwoch sollen weitere Proben gezogen werden, um den Erfolg der Desinfektion zu überprüfen.

Wie Heimleiter Nießen erklärte, soll nun eine Fremdfirma das Kochen übernehmen und das Haus beliefern. Die Großküche soll in den nächsten Tagen erst einmal geschlossen bleiben. Die Versorgung sei aber, wenn auch mit reduziertem Angebot, gewährleistet.

Das Gesundheitsamt hat nach Angaben des Kreises alle Kunden der Großküche beziehungsweise Bezieher der dort hergestellten Speisen angeschrieben. Insbesondere Eltern von Schul- und Kindergartenkindern sollten in den nächsten Tagen auf die typische Salmonellensymptomatik achten: plötzlicher Durchfall einhergehend mit Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber. Die Inkubationszeit betrage bei Salmonellen sechs bis 72 Stunden.

Eine Schließung des Altenheimes ist bei jetzigem Kenntnisstand nach Auskunft von Dr. Feldhoff nicht notwendig.

Die Salmonellose ist eine meldepflichtige Erkrankung, die bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen könne.

Es müsse jetzt einiges geregelt werden, erklärte der Heimleiter zur Situation im Heim. „Aber hier herrscht keine Panikstimmung.” Und es werde natürlich gehofft, dass es nicht zu schwereren Krankheitsverläufen komme.

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