Selfkant/Maastricht: Säuremorde von Tüddern: Blutspritzer gehören zu Vermisstem

Selfkant/Maastricht: Säuremorde von Tüddern: Blutspritzer gehören zu Vermisstem

Im Fall der vermutlich getöteten und in Salzsäure aufgelösten vermissten Iraker Mouhammed al J. und Alan G. sind Blutspritzer eines der Opfer in einem Haus in Selfkant-Tüddern identifiziert worden.

Wie die niederländische Zeitung Dagblad de Limburger berichtet, habe das Forensische Institut der Niederlande die Blutstropfen mittlerweile dem vermissten J. zuordnen können. Sie waren bei einer Untersuchung im April im Haus in Tüddern gefunden worden, das der mordverdächtigen Familie L. aus Sittard gehört.

Die Mutter Els L., ihre Söhne Maurice und Michel L. und ein Freund der Familie namens Ron V. sitzen in Untersuchungshaft. Nach dem Vater Hub und seiner Tochter Rachelle L. wird international gefahndet. Angeblich sollen sie sich in Venezuela aufhalten.

Die Familie soll mit Hilfe von Ron V. im Sommer 2009 J. und G. getötet haben. Als Grund gaben die Verhafteten an, dass J. die Familie im Zusammenhang mit Drogenhandel erpresst habe und G. einen Sohn der Familie vergewaltigt habe. Die Leichen der Männer wurden angeblich in einem Fass mit Salzsäure aufgelöst und in die Kanalisation gespült.

Ende November 2011 waren in einer gemeinsamen Aktion deutscher, niederländischer und belgischer Justizbehörden mehrere Wohnungen in den drei Ländern von Sondereinsatzkommandos durchsucht worden, darunter auch das Haus in Tüddern und ein weiteres in Waldfeucht-Haaren. Dabei wurde Beweismaterial sichergestellt.

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