RWE Power reißt Immerather Mühle ab

RWE reißt ab : Immerather Mühle muss dem Tagebau weichen

Nur noch Schutt und Asche sind von der Immerather Mühle übrig. Der Abriss dauerte nur einen Tag. Das Bauwerk musste, wie so viele historische Gebäude, dem nahenden Tagebau Garzweiler II weichen.

Kurz schien sie sich zu wehren, die Immerather Mühle: Ein Bruchstück des Gemäuers traf den Bagger, der am Donnerstagvormittag seine Schaufel in die Steinwand grub, und beschädigte ihn so schwer, dass erst einmal Ersatz beschafft werden musste. Am Donnerstagmittag ging es mit dem Abriss aber bereits weiter. Der neue Bagger kam zügig voran

Die Trümmer bleiben erst einmal liegen, denn es besteht der Verdacht, dass die Hölzer vom Hausschwamm, einem holzzerstörenden Pilz, befallen sind. Dann wäre der Schutt kontaminiert und müsste gesondert entsorgt werden. „Die Proben werden derzeit untersucht“, sagt Guido Steffen, Pressesprecher der RWE Power.

Bevor der Bagger seine Arbeit aufnahm, hatte eine Drohne im Auftrag von RWE das Gebäude umflogen. Die Bilder werden der Stadt Erkelenz übergeben, erklärte Steffen. Mit ihrer Hilfe soll es möglich sein, ein dreidimensionales Bild der Mühle zu erstellen.

(mib)
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