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Ukraine-Krieg: Rund 40 neue Anträge von Flüchtlingen pro Woche

Ukraine-Krieg : Rund 40 neue Anträge von Flüchtlingen pro Woche

Es ist ruhig geworden um die Flüchtlinge, die jeden Tag aus der Ukraine nach Deutschland kommen. Zwischen Ende Februar und dem 23. August wurden 967.546 Geflüchtete im deutschen Ausländerzentralregister registriert. Auch im Kreis reißt die Zahl der Anträge nicht ab.

Die Bilder vom Krieg in der Ukraine sind in den täglichen Nachrichtensendungen nach wie vor dominierend. Bombenangriffe, Raketeneinschläge, zerstörte Ortschaften, getötete Menschen. Nur um die Flüchtlinge, die immer noch jeden Tag aus der Ukraine nach Deutschland kommen, ist es ruhiger geworden. Bilder langer Schlangen an den Grenzübergängen wie zu Beginn der russischen Invasion gibt es nicht mehr. Laut Mediendienst Integration sind zwischen Ende Februar und dem 23. August 967.546 Geflüchtete im deutschen Ausländerzentralregister erfasst worden. Im Kreis Heinsberg sind laut Kreisverwaltung bislang 2462 Menschen aus der Ukraine angekommen.

Insgesamt leben nach Auskunft von Kreispressesprecher Michael Heckers derzeit noch 1947 Flüchtlinge aus der Ukraine im Kreis Heinsberg. Doch nicht alle sind wirklich Ukrainer. „127 von ihnen sind Drittstaatler, also aus der Ukraine geflüchtet, aber keine Ukrainer“, erklärt Heckers. „Es wird aktuell geprüft, welche der aus der Ukraine geflüchteten Drittstaatsangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis gemäß § 24 AufenthG erhalten können und welche zur Ausreise in die jeweiligen Heimatländer aufgefordert werden müssen. Aufgrund der Vielzahl der zu prüfenden Fälle kann hierzu noch keine weitere Auskunft erteilt werden.“ Zum Stillstand gekommen sei die Anzahl der Flüchtlinge, die den Kreis Heinsberg erreichten, noch nicht. Täglich würden bei der Ausländerbehörde Heinsberg neue Anträge gestellt.

„Die Anzahl variiert stark und liegt bei ungefähr 40 Anträgen wöchentlich“, erklärt Heckers. Wie viele der geflüchteten Personen dauerhaft in Deutschland bleiben möchte, könne nicht eingeschätzt werden. Der anspruchsberechtigte Personenkreis gemäß § 24 AufenthG sei aber zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt. Eine Übersicht zu der Verteilung der Flüchtlinge in den einzelnen Kommunen des Kreises liege der Kreisverwaltung nicht vor. Sie sind in Flüchtlingseinrichtungen, aber auch privat in Familien untergebracht.