Heinsberg-Oberbruch: Richtkranz schwebt über Alliander-Bau

Heinsberg-Oberbruch: Richtkranz schwebt über Alliander-Bau

Viele hundert Tonnen Erde sind bewegt, mindestens genauso viele an Beton und auch Stahl mittlerweile verarbeitet. Genau fünf Monate nach dem ersten Spatenstich haben Vorstand, Mitarbeiter und Gäste das Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes der Alliander-Gruppe in Oberbruch gefeiert.

Der Neubau, der derzeit gleich neben dem bestehenden Alliander-Gebäude an Tor 7 des Bizzparks (Boos-Fremery-Straße) errichtet wird, soll künftig unterschiedliche Abteilungen der Unternehmensgruppe an einem Ort bündeln, die derzeit noch über verschiedene Gebäude verteilt sind.

Mit Frank Zeeb, Vorstandsvorsitzender der Alliander AG (rechts) und Vorstand Harald Dinger (2.v.l.), freuten sich die Geschäftsführer der Alliander Netz, Frederik Giessing (links) und Eduard Sudheimer (2.v.r.).

Nach Plänen des Hückelhovener Architekten Wolfgang Emondts fügt sich das neue Bauwerk der bestehenden Oberbrucher Alliander-Zentrale mit tiefen Fensteröffnungen und seiner Backsteinverklinkerung harmonisch an. Auf insgesamt 1000 Quadratmetern Bürofläche wird es schon bald 36 neue Büros mit jeweils drei, modular gestalteten Arbeitsplätzen bieten. Errichtet wird das Gebäude, das für seine Energieversorgung mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird, von den Heinsberger Bauunternehmungen Florack und Frauenrath.

Simon Geiser, Polier beim Bauunternehmen Florack, sprach den Richtspruch.

Dank dieser Investition in Höhe von drei Millionen Euro habe Alliander in Oberbruch künftig „ein zweites Standbein für seine Deutschland-Aktivitäten“, betonte Eduard Sudheimer, kaufmännischer Geschäftsführer der Alliander Netz Heinsberg GmbH in seiner Begrüßung. Besonders freute er sich, dazu aus der Berliner Zentrale der Alliander AG den Vorstandsvorsitzenden Frank Zeeb und Vorstand Harald Dinger begrüßen zu können.

Der Neubau in der Stadt Heinsberg unterstreiche, wie wichtig dieser Standort für Alliander sei, fuhr Sudheimer fort. Alliander sei ein führendes Unternehmen für Technologien und Dienstleistungen auf vielen Gebieten der Energieinfrastruktur. In Heinsberg werde das Unternehmen das Energienetz zu einem intelligenten Netz ausbauen. „Das heißt, dass Heinsberg mit Alliander zu einem Schaufenster für Technologien und Lösungen rund um die Energiewende wird.“

Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter in einem Gebäude eröffne ganz neue Synergien, erklärte der Geschäftsführer. Zugleich würden dort weitere Kollegen einziehen, die künftig von Oberbruch auch die Aktivitäten des Unternehmens in ganz Deutschland betreuen würden.

Bisher habe er die Fortschritte des neuen Bauwerks aus seinem Bürofenster gut verfolgen können. „Ganz so imposant wird es nun aber nicht mehr weitergehen, denn jetzt steht der Innenausbau an“, so Sudheimer. Dabei würden auch die eigenen Mitarbeiter mithelfen. „Unsere Mitarbeiter von Alliander Netzbetrieb werden rund 18 Kilometer Strom- und fünf Kilometer Datenleitungen verlegen.“

Das Richtfest sei ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Partnerschaft von Alliander mit der Stadt Heinsberg, die bereits seit 2001 bestehe, erklärte er mit Blick auf Bürgermeister Wolfgang Dieder, der ebenso wie sein Waldfeuchter Kollege Heinz-Josef Schrammen bei der Zeremonie zugegen war.

Zum traditionellen Richtspruch begab sich dann Simon Geiser, Polier beim Bauunternehmen Florack, aufs Gerüst. „Nach altem Handwerksbrauch und guter Sitte, halt ich den Richtspruch hier von des Baues Mitte“, erklärte er. „Wir alle haben schwer geschunden, dass dieses Werk gelungen ist. Drum wollen wir jetzt bekunden, was heute unsere Losung ist“, fuhr er fort und forderte sodann vom Bauherrn zu essen und zu trinken.

Nachdem er oben sein Glas getrunken, die Erinnerungsfotos im Richtkranz geschossen waren und dieser hoch über dem Rohbau schwebte, stärkten sich alle Anwesenden mit einer Gulaschsuppe.

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