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„Route gegen das Vergessen“: Regionale Geschichte mit dem Fahrrad erkunden

„Route gegen das Vergessen“ : Regionale Geschichte mit dem Fahrrad erkunden

Nachdem aufgrund der regelmäßigen Nachfrage das Radtouren-Faltblatt für die 2006 initiierte „Route gegen das Vergessen“ in Erkelenz vergriffen war, präsentiert der Heimatverein der Erkelenzer Lande nun eine Neuauflage des Prospektes.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Günther Merkens, unterstreicht dabei die Förderung durch das Land NRW: „Im Rahmen von NRWeltoffen wird ein großer Teil der Druckkosten als Maßnahme innerhalb des lokalen Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus erstattet. Das empfinden wir als Bestätigung unserer Arbeit für die Routenentwicklung und Routenbetreuung in den zurückliegenden Jahren.“ Für die graphischen Neuerungen in der aktuellen Auflage, die auf einer Ursprungsversion von Willi Wortmann fußt, zeichnet Michael Franke verantwortlich.

Hubert Rütten, der regelmäßig Besucherinnen und Besucher über die zwölf Stationen umfassende Tour begleitet, erläutert die Wichtigkeit des Radtouren-Prospektes: „Von den zwölf Punkten, an denen wir an Täter, Opfer und Mitläufer des NS-Regimes erinnern, befinden sich neun in der Erkelenzer Kernstadt. Zusätzlich hat das ehrenamtlich tätige Team bei der Recherche zur Routenentwicklung 2006 bis 2008 Erinnerungspunkte in Lentholt, Hetzerath und Lövenich definiert. Die Orte bilden in einer 25 Kilometer langen Radtour die in der Region einzigartige Möglichkeit, die regionale Geschichte von Aufstieg und Niedergang der Nazidiktatur mit dem Rad zu erkunden.“

Der Tourenflyer liegt – nach der Wiedereröffnung – in der Geschäftsstelle des Heimatvereins (Stadtbücherei Erkelenz, Gasthausstraße, 3. Etage) und im Bürgerbüro der Stadtverwaltung aus.

Außerdem ist die Tour auf der Webseite des Heimatvereins bei „Projekte – Route gegen das Vergessen“ nachlesbar.