Rat der Gemeinde Selfkant setzt verstärkt auf Klimaschutz

Gemeinderat Selfkant : Für das Klima, gegen Raser

Weltweit sind bereits zahlreiche Städte dem Aufruf von Natur- und Klimaschützern gefolgt. So haben Metropolen wie Los Angeles in den USA, Vancouver in Kanada, London oder das schweizerische Basel bereits Resolutionen zum Klimaschutz verabschiedet, jetzt stand auf Antrag der Christdemokraten das Thema Klimaschutz auf Punkt eins der Gemeinderatssitzung.

Natürlich könne die Gemeinde Selfkant die Welt nicht verändern, aber sie könne vorbeugen und bereits im Vorfeld seitens der Verwaltung Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigen, so der einhellige Tenor im Rat. „Wir wollen uns um das Klima kümmern“, so Bürgermeister Herbert Corsten. Der Antrag der CDU-Fraktion sei ein wichtiges Signal, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Dieser Antrag zum „Klimanotstand“ solle kein Lippenbekenntnis sein, forderte die Opposition Richtung CDU.

„Wir werden versuchen, bei all unseren Entscheidungen den Klimaschutz zu berücksichtigen“, so der Bürgermeister, womit er auf einhellige Zustimmung traf.

Zudem ging es im Gemeinderat um Sanierungsmaßnahmen in der Westzipfelschule. Dort hatten sich die Fraktionsvorsitzenden ein Bild gemacht, unter anderem von heruntergefallenen Fliesen.

Und gleich war der Rat wieder beim Thema Klimaschutz. Die SPD-Fraktion regte eine Bring- und Abholzone auf dem Prunkweg an der Gesamtschule an sowie vor dem Eingangsbereich an der Pfarrer-Meising-Straße bei Schulbeginn und Schulende ein Halteverbot. Die Eltern-Taxis seien hier wie vielerorts ein Dorn im Auge. Nun sollen Gespräche mit der Schulleitung, Eltern und Schülern aufgenommen werden – nicht zuletzt angesichts der aktuellen Bewegung „Fridays for future“.

Vorgestellt wurde im Rat nochmals kurz ein neues Parkzentrum hinter dem Rathaus. Bürgermeister Herbert Corsten kündigte zudem Radarmessungen in Isenbruch an, um dort den Rasern Herr zu werden.

(agsb)
Mehr von Aachener Zeitung