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Ralf Nolten ist neuer Vorsitzender des CDA-Bezirksverbands

Bezirksversammlung : „Die CDA muss wieder lauter werden“

Alexander Scheufens gibt das Steuer bei der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Bezirk Aachen ab: Sein Nachfolger Ralf Nolten will die CDA stärker im kommunalen Bereich einbringen.

Der scheidende Vorsitzende des CDA-Bezirksverbandes, Aachen Alexander Scheufens, begrüßte im Sportpark Loherhof die Freunde aus den Kreisverbänden der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft, darunter Aachen, Euskirchen, Jülich-Düren sowie Heinsberg.

Ein besonderer Willkommensgruß galt unter anderen dem Ehrenvorsitzenden Leo Frings (Aachen) sowie dem Landtagsabgeordneten und Referenten Bernd Krückel (Waldenrath), gleichzeitig stellvertretender CDU-Bezirksvorsitzender und Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Heinsberg. Als weiterer Referent stand Dr. Ralf Nolten zur Verfügung.

Alexander Scheufens würdigte die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft als starke Einheit. Zudem erinnerte er sich zurück an viele Diskussionsrunden in den vergangenen Monaten und freute sich über Erfolge. Dazu zählte auch eine vom Bezirksverband Aachen gesonderte Satzungsänderung. Trotz aller Erfolge müsse er den Vorsitz nun abgeben, bedauerte Scheufens. Als Büroleiter und Parlamentarischer Referent bei der EU in Brüssel bliebe ihm keine Zeit mehr für das Amt des Vorsitzenden. Die Weichen wurden im Vorfeld gestellt, als Nachfolger wurde Dr. Ralf Nolten (MdL) aus Düren gefunden.

Dr. Ralf Nolten will den CDA-Bezirksverband Aachen wieder stärken. Foto: agsb

 Blick in die Hauptstadt

Scheufens wagte auch einen Blick nach Berlin: Die der Wahl Annegret Kramp-Karrenbauers zur Bundesvorsitzenden begrüßte er, denn sie stehen den Werten und der Arbeit der CDA am nächsten.

Im Anschluss ergriff der neue Vorsitzende Dr. Ralf Nolten das Wort. Für ihn steht fest: „Wir müssen die CDA stärker im kommunalen Bereich einbringen – und wir müssen gleichzeitig die kommunale Erfahrung in die CDA einbringen.“ Dies forderte er insbesondere beim Thema Indener Tagebau oder bei der „Hambacher Erklärung“. „Im Gespräch mit Gewerkschaften haben wir erklärt, dass wir einen Kohleausstieg wollen – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind“, sagte er. Dazu gehöre, dass man die Arbeitnehmer von RWE-Power schütze, so Nolten. Damit war er gleich in seinem Fachreferat zum Thema Strukturwandel.

Nolten forderte von der Hambacher Erklärung eine sichere Verständnislage aller Arbeitnehmer für die gesamte Region. „Wir möchten im Frühjahr eine Veranstaltung zusammen mit Verdi und IGBCE organisieren, bei der wir erklären können, was das nun für die Betroffenen bedeutet. Es geht um Wachstum und Beschäftigung, dies wollen wir mit dem Strukturwandel erreichen“, erklärte Nolten.

Landtagskollege Bernd Krückel befasste sich mit dem Strukturwandel im Aachener Raum. „Wenn man in unseren Regionen über Strukturwandel spricht, dann muss man im Aachener Revier auch auf die Zechenschließungen Carl-Alexander Baesweiler, Grube Anna Alsdorf, Carolus-Magnus Übach-Palenberg, Emil Mayerisch Siersdorf und zuletzt Sophia Jacoba Hückelhoven zurückblicken“, erklärte Krückel.

Hückelhoven sei ein Vorzeigebeispiel dafür, wie Strukturwandel angepackt werden sollte und wie er gelingen könne. Krückel lobte aber auch die Anstrengungen der übrigen einstigen Zechenstandorte. „In unserer Region können wir miterleben, wie Strukturwandel gelebt wird“, erklärte Krückel. Es gebe hier deutliche Fortschritte, doch sei der Strukturwandel noch immer eine Herausforderung – auch für das Land NRW. Er mahnte: „Es darf keine ruinierte Landschaft hinterlassen werden, in der es nicht Lebens-  und wohnenswert ist.“ Am Ende der Veranstaltung meldete sich der Ehrenvorsitzende des CDA-Bezirksverbandes, Leo Frings aus Aachen: „Ich bin sehr erfreut, dass es wieder eine politische Versammlung der CDA mit Inhalten gegeben hat. Denn die CDA muss wieder lauter werden.“

(agsb)