Wassenberg-Effeld: Prominente entern die Bühne in Effeld

Wassenberg-Effeld: Prominente entern die Bühne in Effeld

„Effeld — de Bahn es kloar!“ hat es mal wieder aus dem Effelder Bürgerhaus geschallt, denn die Kaffeemänn hatten zur Galasitzung eingeladen. Alle Effelder Närrinnen und Narren stimmten in den Ausruf mit ein. Kein Wunder, denn die Stimmung war von Anfang an auf dem Siedepunkt.

Ein hochkarätiger Bühnenauftritt folgte dem anderen — und das besondere an Effeld: alles eigene Gewächse, Gage bekommt hier niemand. Die Mischung aus Musik, Tanz, Witz und Effelder-Kolorit war perfekt, was die ausgelassene Stimmung der von Kaffeewiffkes und Kaffeemännkes voll besetzten Bürgerhalle zeigte.

Nach der Begrüßung des Prinzenpaares Norbert III. und Brigitte durch den Sitzungspräsidenten Markus Peggen ging die Effelder Party los. Die Sunny Girls und die Bumblebees präsentierten nicht nur ihre Funkentänze, sondern konnten auch noch mit ihren Showtänzen glänzen. Die Sunny Girls flogen mit dem Saal durch die Lüfte und machten die Bühne als „Stewardessen“ unsicher. Einen Ausflug in den Wilden Westen unternahmen die Bumblebees als Indianerinnen.

Wenn Effelder in die Bütt steigen, dann bleibt kein Auge trocken. So auch bei Berthold Ohlenforst, der als Eisbrecher fungierte. „Mip und Sim“ alias Michael Grondowy und Simon Ramakers ließen das WM-Fieber noch einmal aufleben und erzählten ihre Geschichten aus Brasilien.

„Immer bist du der Bestimmer, immer immer du, immer du!“, sang der ganze Saal, als „Ene Effelder Jung“ auf der Bühne stand. Der 18-jährige Kai Schüren machte mit viel Spaß und Witz einmal deutlich, wer in Effeld wirklich das Sagen hat.

Als dann der Elferrat mit seiner Überraschung um die Ecke kam, konnten sie es kaum glauben! Die Geissens waren eingeflogen und hatten eine kleine Show organisiert. „Rooooooobert, als erstes kommt einer, den kennt Effeld schon vom Volksfest!“ — „Volksfest? Watt? Hier? Trecker-Treff oder watt?“ — der erste musikalische Gast war also der Wendler, gefolgt von Helene Fischer, Modern Talking, Tom Jones, Heino und Conchita Wurst, deren Auftritt aber von Robert unterbrochen werden musste, „Neee, dat is nichts für Effeld!“.

Wer nach diesen ganzen internationalen Stars trotzdem noch glänzen kann, ist in Effeld ganz klar. Christa Grondowy betrat die Bühne und erzählte ausgelassen und in ihrer ganz eigenen Art von ihren Erfahrungen als Kellnerin im neuen „Vis à vis“. Dabei blieb kein Auge trocken. Sie musste sogar längere Pausen einlegen, bis sich das Publikum wieder beruhigt hatte.

Zur Auflockerung zeigte sich der Elferrat zwischendurch immer wieder musikalisch. Mit ausgewählten Medleys und dem Vereinslied brachte der Elferrat den Saal zu ausgelassenen Schunkel-Einlagen. Mariechen Isabelle Görtz begeisterte mit ihrem Funkentanz, und auch Jenny Peggen sorgte für ein weiteres tänzerisches Glanzlicht.

Alt-Prinzen mit närrischen Jubelzahlen werden in Effeld geehrt und so einige Erinnerungen noch einmal wachgerüttelt. Vor 11 Jahren hatte Michael Grondowy die Regentschaft inne. Für eine Menge Spaß vor 22 Jahren bedankte sich Markus Peggen bei Dieter und Christa Grondowy. Wehmut hatte Peggen bei der Ehrung des Prinzenpaares vor 44 Jahren: Ewald und Agnes Schmitz, „Da wäre ich sehr gerne dabei gewesen!“.

Die „Lecker Mädchen“, überwiegend Elferratsfrauen, zeigten im Anschluss einen kunterbunten Auftritt — einen beeindruckenden Sack-Tanz. Zum Finale der Effelder Galasitzung stimmten die „Dreamboys“ alle Kaffeemänn und besonders die Kaffewiffkes schon einmal auf den Mottoabend des Karnevalsamstags ein: „L’amour an der Rur — Französische Nacht“ machten sie auch zu ihrem Motto. Mit den vielen französischen Einflüssen bis hin zu einer Can-Can-Einlage begeisterten die vielen jungen Effelder Männer das Publikum.

(kath)