Heinsberg: Projekt „Urlaub ohne Koffer“: Lebensfreude für Senioren

Heinsberg: Projekt „Urlaub ohne Koffer“: Lebensfreude für Senioren

Mancher Senior ist froh für jede Abwechslung im Alltag. Wenn im Alter die sozialen Kontakte immer mehr einschlafen, dann kann eine Urlaubsreise durch die Heimat ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Ein Projekt, das in diese Richtung geht heißt „Urlaub ohne Koffer“.

Es ist eine ökumenische Seniorenfreizeit, zu der die evangelische Kirche in Kooperation mit den Alten- und Pflegeheimen St. Josef vom 18. bis 22. Juli einlädt. Pfarrer Sebastian Walde, die ehrenamtliche Projektkoordinatorin Margit Hils und Volker Kratz, Geschäftsführer der Alten- und Pflegeheime St. Josef, stellten nun die Eckpunkte des Programms vor.

Bildnummer: 58644266 Datum: 24.10.2012 Copyright: imago/Rainer Unkel DEU , DEUTSCHLAND : An Parkinson erkrankte Rentner machen Turnübungen mit Hula Hoop Reifen in einem Begegnungszentrum in Bonn DEU , GERMANY : Seniors suffering from Parkinson desease doing exercises with Hula Hoop Rims in a convention centre in Bonn . 24.10.2012 Gesellschaft Symbolfoto Seniroenzentrum Zentrum Senioren Aktivitäten xdp x0x 2012 quer QUERFORMAT HORIZONTAL FORMAT DEU DEUTSCHLAND GERMANY ALTE OLD SENIOREN SENIORS RENTNER PENSIONER PENSIONERS ALTER AGE LEBENSABEND OLD AGE TURNEN UEBUNGEN TURNUEBUNGEN EXERCISES GYMNASTIK SENIORENSPORT 58644266 Date 24 10 2012 Copyright Imago Rainer Unkel DEU Germany to Parkinson Ill Pensioners make Turn exercises with Hula Hoop Tires in a Begegnungszentrum in Bonn DEU Germany Seniors Suffering from Parkinson desease Doing exercises With Hula Hoop rims in a Convention Centre in Bonn 24 10 2012 Society Symbolic image Center Seniors Activities XDP x0x 2012 horizontal Landscape horizontally Format DEU Germany Germany Old Old Seniors Seniors Pensioners pensions PENSIONS Age Age Life evening Old Age Gymnastics Exercises exercises Gymnastics Senior sports

„Wir wollen in unserer Seniorenarbeit neue Wege gehen“, erklärte Walde. „Es ist ja nicht so, dass die demografische Entwicklung an Heinsberg vorbeizieht.“ Da gebe es auf der einen Seite viele „junge Alte“, auf der anderen aber auch eine immer größer werdende Gruppe von Menschen, die sozial und finanziell nicht mehr in der Lage sei, sich selbst ein Stückchen Lebensfreude zu verwirklichen und die so mehr und mehr ins Abseits gerieten. Genau für sie sei das Projekt „Urlaub ohne Koffer“ gedacht.

Margit Hils hat ein ähnliches Projekt bereits zwei Mal in Übach-Palenberg organisiert. Für das Projekt hat sich nun ein Team mit neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern gefunden, die allesamt beruflich oder ehrenamtlich bereits Erfahrung in der Seniorenarbeit gesammelt haben. Dass sich diese Menschen nun einbringen, bezeichnete Walde als „Glücksfälle“.

Komplett stehe das Programm noch nicht, da sie noch dabei sei, einzelne Punkte mit dem Ehrenamts-Team zu entwickeln, erklärte Margit Hils. Fest stehe jedoch schon, dass der „Urlaub ohne Koffer“ auf Wunsch mit einem Fahrdienst zur Christuskirche verbunden sei. Und „Jeder Morgen beginnt mit einem meditativen Impuls“, sagte Hils.

Ansonsten seien die Ideen vielfältig. Sie reichen von der gemeinsamen morgendlichen Zeitungslektüre über Backen, Kochen oder Gymnastik bis hin zu kreativen Angeboten oder einer „Erinnerungsgruppe“ für alte Lieder, Gedichte oder eigene Lebensgeschichten. Eine Shopping-Tour soll ebenso möglich werden wie der Besuch einer Eisdiele.

Für die Mitte der Urlaubswoche ist ein Ausflug in das Mutterhaus der Alten- und Pflegeheime St. Josef nach Höngen geplant. Von dort geht es nach einigen Aktivitäten mit den Bewohnern und einem Mittagessen weiter mit einer Planwagenfahrt auf dem Meditationspfad im Selfkant, zu dem auch das Stillefeld von St. Josef in Höngen gehört. Zum Abschluss des Tages gebe es eine Kaffeetafel mit Reisfladen, Kirschen und Sahne, versprach Kratz.

Abschließender Höhepunkt

Abschließender Höhepunkt der „Urlaubsreise“ soll eine nostalgische Kostüm-Show in der Christuskirche werden, sagte Margit Hils hinzu.

Gedacht ist der „Urlaub ohne Koffer“ für Menschen ab 70 Jahren aus dem Stadtgebiet Heinsberg, die ansonsten wenig soziale Kontakte haben. Insgesamt 15 Plätze stehen zur Verfügung. Der Kostenbeitrag für alle fünf Tage beträgt inklusive Transport und Verpflegung 50 Euro.

Anmeldungen nimmt Margit Hils entgegen, Telefon 02453/382483. Sie wird alle Teilnehmer vor Beginn des Projekts persönlich besuchen, um alle notwendigen Einzelheiten zu klären.