Projekt im Oerather Mühlenfeld soll Menschen näher zusammenbringen

Projekt im Oerather Mühlenfeld : Die Menschen näher zusammenbringen

Das Oerather Mühlenfeld ist der jüngste Stadtteil von Erkelenz, in dem nach der demnächst beginnenden Erweiterung rund 4500 Menschen aller Altersgruppen leben werden. Nun beginnt die Stadt in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde mit einem neuen Projekt.

„Quartiersarbeit“ soll dazu führen, dass sich die Menschen in vielfältiger Weise unterstützen und zusammenkommen, um eine Gemeinschaft zu bilden. Zunächst jedoch soll bei Gesprächen an der Haustür ermittelt werden, wo Bedarf besteht und was die Bewohner des Mühlenfeldes sich wünschen.

Dies berichteten Birgit Evertz von der Kirchengemeinde und Antoinette Lauten vom Amt für Kinder, Jugend, Familie und Soziales nun im Rathaus. Dort hat man mit dem Oerather Mühlenfeld einiges vor, wie der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen ausführte. Planungen für den Bau eines zweiten Kindergartens, der dann auch als „Quartierszentrum“ fungieren könnte, laufen bereits. Die Pläne seien in der Bewilligungsphase, erklärte er. Man sei zuversichtlich, im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Ein Umfeld wäre dann geschaffen. Bis dahin sollen die Weichen gestellt werden, um mit den passenden Angeboten das Zentrum auch mit Leben zu füllen.

„Wir wollen ermitteln, was die Menschen wünschen, denken und brauchen“, sagte Evertz. Dafür sei eine enge Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein geplant, der bereits viele Aktivitäten unternommen hat, um ein Gemeinschaftsleben im Oerather Mühlenfeld zu fördern. Pfarrer Günter Wild hob hervor, dass ein Fokus bei der anstehenden Befragung auch auf den Kindern und Jugendlichen liegen soll.

Schon heute kämen regelmäßig der Bauwagen des Kinderschutzbundes und das Spielmobil des Jugendamtes zu Besuch, dieses Angebot solle ausgebaut werden. Wilds Amtskollege Günter Jentges hob den Aspekt der aktiven Beteiligung hervor. „Wir wollen, dass die Leute selbst aktiv werden“, erklärte er. „Dabei wollen wir sie unterstützen.“

Zunächst werden jedoch von Haus zu Haus Türklingeln poliert und das direkte Gespräch gesucht. So sollen Bedarfe und Wünsche ermittelt werden.

Gespräche mit den „Zuhörern“ von der evangelischen Kirchengemeinde können auch vorab telefonisch vereinbart werden mit Birgit Evertz, evangelische Kirchengemeinde (02431/960611) und Antoinette Lauten, Stadtverwaltung (02431/85330).

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