Wassenberg-Orsbeck: Premiere von „Drei Damen und ein toter Kater“

Wassenberg-Orsbeck : Premiere von „Drei Damen und ein toter Kater“

Lachsalven schallten auch diesmal wieder durch den Saal. Die Zuschauer waren begeistert vom munteren Spiel des Rurauen-Theatervereins. Regisseurin Melanie Thönnißen fühlte sich bei ihrer Begrüßung und Anmoderation um Jahre gealtert, was sie auf die Tatsache zurückführte, sich mit zwei „tüddeligen“ Schwestern abgeben zu müssen.

Schon bei der Premiere in der Mehrzweckhalle wurde deutlich, dass die Verantwortlichen des Rurauen-Theatervereins mit der Wahl ihres Lustspiels „Drei Damen und ein toter Kater“ von Erich Kochs die richtige Wahl getroffen hatten.

Melanie Thönnißen unterstrich im Verlauf ihrer Anmoderation, dass die Orsbecker Theaterfreunde mit viel Begeisterung und großem Engagement bei der Sache seien. Ansonsten sei eine derartige Aufführung nicht möglich.

Sie kündigte an, dass das Lustspiel drei Akte habe und man nach jedem Akt eine Pause einlegen wolle. Den Besuchern war dies recht, denn so konnten die Lachmuskeln sich erholen, und außerdem hatte der UKV Orsbeck-Luchtenberg für Getränke und auch ansonsten eine ordentliche Bewirtung gesorgt.

Schon der Anfang der diesjährigen Aufführung begann vielversprechend, als der von den drei Schwestern ererbte Butler Herbert, von Michael Staschewski prächtig in Szene gesetzt, durch den Saal wackelte, die Besucher in einen kurzen „Talk“ verwickelte und auch ansonsten so einige Lebensweisheiten zum Besten gab.

Die drei Schwestern Isolde, Lioba und Miriam Schnabel befanden sich zu Beginn der Aufführung auf einer Beerdigung und waren eigentlich schon immer auf der Suche nach einem Mann. Um Männer ins Haus zu locken, vermieteten sie Zimmer. Doch als ein Untermieter stirbt, tauchen viele fremde Personen auf.

Albert Storch ist der neue, etwas undurchsichtige Untermieter (Thomas Steinbusch). Auch Pflegerin Ludmilla (Eva Schaum) hat plötzlich ein großes Interesse an den Geschwistern, und schon bald wird deutlich, dass sie es aufs Geld abgesehen hat.

Die drei Geschwister sind hiervon unberührt, kommen ihnen doch ständig Männer dazwischen, die sich für eine Ehe eignen könnten. Die Schwestern Lioba (Monika Matzerath), Isolde (Ruth Wientgens) und Miriam (Melanie Thönnißen) erleben so manche Verwicklung. Natürlich gibt es ein Happy End, was vornehmlich dem Untermieter zu verdanken ist.

Die Reihe der Laiendarsteller wurde komplettiert durch Bert Wientgens (Isidor) und Hans Stolingwa (Kasimir Storch). Als Souffleuse fungierte Judith Steinbusch, und für die Kostüme war Gisela Gatzweiler verantwortlich. Maske und Haarstyling hatte Margot Reiners übernommen.

Der Rurauen-Theaterverein begeistert in jedem Jahr sein Publikum, und das war auch diesmal so, was schon bei der Premiere deutlich wurde.

(koe)