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SPD-Antrag: Präventive Hausbesuche sollen Senioren das Leben daheim erleichtern

SPD-Antrag : Präventive Hausbesuche sollen Senioren das Leben daheim erleichtern

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert in einem Antrag die Etablierung von präventiven Hausbesuchen. Sie sollen helfen, individuelle Bedürfnisse zu erkennen, ältere Menschen über Angebote zu informieren und sie bei ihrer selbstständigen Lebensführung unterstützen.

Das eigene Zuhause ist für die meisten Menschen Wohlfühl- und Zufluchtsort zugleich. Im eigenen Zuhause möglichst lange und selbstständig zu leben, gehört zu den wichtigsten Wünschen im Alter, denn der Umzug in eine Senioren- oder Pflegeeinrichtung ist für viele Menschen das letzte Mittel.

Prävention ist ein zentraler Punkt, wenn es darum geht, den wachsenden Herausforderungen in der Pflege zu begegnen. Mit Blick auf den demografischen Wandel und damit auch im Kreis Heinsberg möglichst viele Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt leben zu können, will die SPD-Kreistagsfraktion die Idee der „Präventiven Hausbesuche“ in den nächsten Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Generationenfragen im November einbringen.

Das Projekt der „Präventiven Hausbesuche“ ist nicht neu, in zahlreichen Kreisen wird das Projekt bereits erfolgreich umgesetzt. Dabei werden Seniorinnen und Senioren von Fachkräften in ihrer eigenen Wohnung besucht, die sie zur alters- und seniorengerechten Ausstattung der Wohnung beraten, aber auch weitere Informationen geben, etwa zu Pflegediensten, Alltagsbegleitung, technische Unterstützungsmöglichkeiten oder Hausnotrufsysteme.

„Mit präventiven Hausbesuchen sollen Seniorinnen und Senioren gezielt auf das Beratungs- und Unterstützungsangebot aufmerksam gemacht werden. Durch dieses niederschwellige Angebot entfällt die Hürde, einen geeigneten Ansprechpartner für Fragen zur Pflegeberatung zu finden“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Derichs und betont: „Präventive Hausbesuche können unseres Erachtens auch der Vereinsamung im Alter entgegenwirken. Die beratende Person kann sich einen Überblick über die Lebenssituation verschaffen und über das Pflegeangebot hinaus Kontakte herstellen.“

Der Leitgedanke der Pflege laute „ambulant vor stationär“. „Die Politik sollte die Menschen – gerade in einem ländlich geprägten Kreis wie unserem – dabei unterstützen, so selbstbestimmt, so eigenständig und vor allem so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Wenn Hilfsangebote besser bekannt sind und Senioren im Rahmen der Hausbesuche dabei unterstützt werden, diese Hilfen zu erhalten, sind wir auf einem guten Weg“, so Derichs.

Daher hofft die SPD-Fraktion, der Gesundheitsausschuss möge die Verwaltung beauftragen, ein Konzept zu präventiven Hausbesuchen von Seniorinnen und Senioren im Kreis Heinsberg zu entwickeln und dabei das Gespräch mit Vereinen, Verbänden und Organisationen, die mit der Pflege und Beratung von Seniorinnen und Senioren befasst sind, zu suchen und versuchen, Kooperationspartner zu gewinnen.