Wegberg: Politik verschiebt Votum für Wohnanlage

Wegberg: Politik verschiebt Votum für Wohnanlage

Der Stadtrat hat bisher keine Entscheidung über den Verkauf des Begegnungszentrums an der Beecker Straße getroffen. Sowohl die Firma Gronau plan als auch die Firma Elmo Massivhaus GmbH haben in den letzten Monaten immer wieder signalisiert, dass sie zu den der Stadt bekannten Bedingungen bereit sind, das Gelände im derzeitigen Zustand zu erwerben.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung wurde nun ein weiteres Konzept des Ingenieurbüros Dipl. Ing. Sagdan Karpuz, Mönchengladbach, mit dem Titel „Wohnpark Wegberger Höfe“ vorgestellt.

Geplant ist ein senioren- und behindertengerechter Wohnungsbau sowohl in Form von mehrgeschossigen Wohnhäusern als auch in Form von Einzelhäusern mit Garage/Stellplatz. Der mehrgeschossige Wohnungsbau ist zur Beecker Straße und zum östlich gelegenen Seitenweg ausgelegt, Altbestand soll teilweise erhalten werden. Hier sollen 48 Wohneinheiten (je 60 bis 80 Quadratmeter) und eine Arztpraxis entstehen. Alle Wohnungen werden über einen Balkon und einen Kellerraum verfügen und über eine komfortable Aufzugsanlage, die bis in die Tiefgarage reicht. Sie sollen auch für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer bequem zu erreichen sein.

Im hinteren Bereich ist die Errichtung von fünf Doppelhaushälften mit Satteldach in zweigeschossiger Bauweise geplant. Bei diesen nicht unterkellerten zehn Wohneinheiten ist eine Wohnfläche von etwa 100 Quadratmetern angedacht, die ebenfalls senioren- und behindertengerecht ausgestattet werden. Jede Haushälfte soll einen eigenen Stellplatz/Garage erhalten.

Der persönliche Charakter der Anlage soll geprägt werden durch eine Freifläche im Innenbereich, die einen wichtigen Bestandteil der geplanten Wohnanlage und eine Begegnungsstätte für die Mieter und deren Besucher bildet. Dort sind Parkbänke, Wasserspiele und Pavillon geplant. Details — wie äußerliche Gestaltung oder Farbe — würden mit den Beteiligten abgesprochen, auch auf die Bedürfnisse der Mietinteressenten hinsichtlich der Gestaltung der Außenanlage wolle man eingehen, erklärte Sagdan Karpuz bei der Vorstellung des Projekts im Ausschuss.

Dabei erfuhren die Ausschussmitglieder auch zum ersten Mal, dass Karpuz lediglich der Planer des Projektes ist und ein Investor, der in NRW fast 2000 Wohnungen hat, das Vorhaben betreue. Ziel des Investors sei, die Wohnungen zu vermieten, lediglich bei den Doppelhäusern könne auch über einen Verkauf nachgedacht werden.

Weitere Unterlagen angefordert

Ausschussmitglied Georg Gellissen erkundigte sich nach vergleichbaren Projekten des Investors und forderte eine Referenzliste an, die möglichst vor der nächsten Ratssitzung in der kommenden Woche vorzulegen sei. Überrascht von diesen Neuigkeiten, einigte sich der Ausschuss, keinen Beschlussvorschlag an den Rat zu richten, da die angeforderten Unterlagen unabdingbar für eine Entscheidung seien. Ursprünglich sollten in der Ausschusssitzung zwei Planungskonzepte „Beecker Straße“ vorgestellt werden, das Konzept der Firma Heinrichs-Gruppe, Gangelt, wurde aber kurzfristig zurückgezogen.

(mb)
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