Erkelenz: Pfadfinder holen das Friedenslicht per Zug aus dem Kölner Dom

Erkelenz: Pfadfinder holen das Friedenslicht per Zug aus dem Kölner Dom

Am Sonntagabend kam ein Licht mit dem Zug aus Köln nach Erkelenz. Es ist das Friedenslicht, das in Bethlehem in der Geburtsgrotte Christi von einem Kind entzündet wird und dann allein in Deutschland am dritten Adventssonntag in einer Lichterstafette an über 500 Orten an „alle Menschen guten Willens“ verteilt wird.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion vor 29 Jahren, seit 22 Jahren organisieren die vier Ringverbände der deutschen Pfadfinder die Verteilung des Lichtes. Das diesjährige Motto lautet „Hoffnung schenken — Frieden finden“.

Schon gegen Mittag waren Vertreter der beiden Erkelenzer Stämme der DPSG und PSG nach Köln gefahren, um an der Aussendungsfeier im Dom teilzunehmen und das Licht dann im Zug nach Erkelenz zu bringen. Dafür benötigten sie eine Sondergenehmigung der Bahn, denn offenes Licht ist normalerweise in Zügen nicht erlaubt, wie der Jungpfadfinderleiter bei der Ankunft in Erkelenz berichtete.

Warmer Empfang

Empfangen wurden die Lichterboten unter anderem von Gemeindereferent Michael Kock und Heinz Musch. Das Licht wurde vom Bahnhof aus durch die Stadt zum Pfarrzentrum gebracht, wo es in einer kleinen Feier begrüßt wurde. In der Krypta von St. Lambertus soll es bis Weihnachten brennen, bis es in der Kinderchristmette an Heiligabend an die Gottesdienstbesucher verteilt wird.

Die Immerather Pfadfinder der PSG feierten in Granterath einen Gottesdienst rund um das Friedenslicht. In der Krypta von St. Lambertus wird das Licht auch im Rahmen eines Jugendgottesdienstes am kommenden Freitag, 18. Dezember, um 17.30 Uhr an die Besucher weiterverteilt.

Auch zum Düsseldorfer Landtag und nach Berlin zum Bundestag wird das Licht weitergetragen. Bei den Übergabeterminen werden Immerather Pfadfinderinnen dabei sein.

„Mit der Friedenslichtaktion soll ein Zeichen gesetzt werden für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht“, betonte Kock. „Wir wollen die Menschen ermutigen, auch Flüchtlinge zum Friedenslicht einzuladen.“

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