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Peter Kerber übernimmt als Trainer in Gillrath

Am Rand des Spielfelds aufgeschnappt : Peter Kerber übernimmt als Trainer in Gillrath

Auch in dieser Woche hat unserer Reporter wieder die Ohren gespitzt - und Spannendes am Rand des Spielfelds aufgeschnappt.

Bei GW Schaufenberg ist Trainer Oliver Burghardt „positiv überrascht“ vom ersten halben Jahr. Burghardt hatte einen Neuaufbau gestartet, nachdem die Schaufenberger ihre Mannschaft in der vergangenen Saison noch aus der Kreisliga C zurückziehen mussten. Zum Ende der Hinrunde – das Topspiel bei Tabellenführer Klinkum III wird am 10. März nachgeholt – belegen die Schaufenberger den dritten Platz in der Kreisliga D 1. Da eine neue Mannschaft gebildet werden musste, hatte man vor der Saison einen Platz unter den ersten fünf Teams als Ziel ausgegeben.

„Ich persönlich hätte nie gedacht, mich nach 20 Jahren bei Viktoria Kleingladbach in einem anderen Verein so wohlzufühlen“, sagt Burghardt. Er hat in Schaufenberg „einen kleinen, aber engagierten Vorstand“ vorgefunden, „der mir alles abnimmt, was ich in Kleingladbach noch erledigt habe.“ So kann sich Burghardt ganz auf die Traineraufgabe konzentrieren. Die Mannschaft bezeichnet der Trainer als „handzahm“. Es seien alle feine Charaktere, von denen er viele noch aus Kleingladbacher Zeiten kennt. Durch viele Schichtdienstler ist man noch gehandicapt.

Dennoch verzeichnet Burghardt eine Trainingsbeteiligung im zweistelligen Bereich. Der Trainer ist sehr angetan von der Weiterentwicklung der Mannschaft. Er kann sich da noch sehr gut an die Schnuppertrainingseinheiten erinnern, die er vor der Saison angeboten hatte. Seitdem  haben sich alle deutlich verbessert. „Die Spieler sind dankbar, dass jemand da ist, der ihnen etwas erklärt“, hat der Trainer schon festgestellt. Sehr engagiert arbeitet bei den Grün-Weißen auch Daniel Erdmann, der Burghardt nach Schaufenberg geholt hatte und im ersten Saisonspiel einen Kreuzbandriss erlitt.

Erdmann fungiert als Co-Trainer und wird auch im Sommer die Trainer-C-Lizenz in Angriff nehmen. Wenn im März der zweite Saisonteil beginnt, dürfen sich die Schaufenberger über eine Verstärkung für ihren Angriff freuen. Sven Dreifeld kommt vom SV Schwanenberg III zu den Grün-Weißen. „Er hat im Training einen sehr starken Eindruck hinterlassen“, so Burghardt, der ihn von der Spielweise mit dem früheren Kleingladbacher und Hilfarther Daniel Crützen vergleicht. Über den Freundeskreis in Schaufenberg sei Dreifeld beim Verein gelandet. Anfragen habe der Offensivspieler auch von anderen Vereinen gehabt.

Die Schaufenberger gehen nach der starken Hinrunde mit einigen Erwartungen in den zweiten Saisonteil. „Es sind nur wenige erste Mannschaften in der Staffel“, gibt Burghardt zu bedenken. Man müsse sehen, wie sich die Zweitvertretungen aufstellen.

Die DJK BW Gillrath geht mit einem neuen Trainer in die Rückrunde der Kreisliga B 3. Peter Kerber übernimmt dann das Amt von Noureddine Badaoui, der vor dem letzten Hinrundenspiel seinen Rücktritt erklärt hatte. Die Gillrather waren in der vergangenen Saison in die B-Liga aufgestiegen und hatten souverän den Klassenerhalt geschafft. Viele verletzungsbedingte Ausfälle gerade zu Beginn dieser Spielzeit führten zu einem schwachen Start. Der erste Sieg (2:0 bei der SG Gangelt-Hastenrath) bedeutete nicht den Beginn einer besseren Zeit. Torchancen wurden zwar in großer Zahl herausgespielt, aber nur unzureichend verwertet.

Vor dem Kellerduell beim damaligen Schlusslicht Concordia Haaren II hatte der Trainer aufgehört. Swen Hierling und Niklas Kaußen stellten die Mannschaft auf das Spiel ein und begleiteten sie. „Wir sind 1:0 in Führung gegangen, hätten aber höher führen müssen“, sagt Swen Hierling. Aber man habe das Tor nicht getroffen. Wie man das macht, demonstrierte auf der anderen Seite Tim Wallrafen, der gleich viermal erfolgreich war und die Gillrather mit 4:1 geschlagen nach Hause schickte. „Einen solchen Spieler könnten wir gut gebrauchen“, sagt Hierling. In Sachen Trainer hatte Hierling bei Peter Kerber „vorgefühlt“, und Kerber habe Interesse gezeigt.

Mit der Tatsache, dass Kerber auch Geschäftsführer der Fußballabteilung von Rhenania Immendorf ist, können beide Seite leben. Hierling findet es auch wichtig, dass ein Trainer von außerhalb des Vereins kommt. „Mit einem neuen alten Konzept, das auch in die Köpfe der Jungs geht“. Peter Kerber biete ein gutes Training an und sei ein akribischer Arbeiter, hatten die Gillrather gehört, als sie sich bei den beiden Vorgängervereinen des Trainers erkundigt hatten. Und Kerber ist auch dafür bekannt, dass er langfristig bei einem Verein arbeitet. Was die Chancen auf den Klassenerhalt angeht, ist Swen Hierling optimistisch. „Das Potenzial ist da“, weiß er.

Es müsse nur immer wieder rausgekitzelt werden. Er ist davon überzeugt, dass sich die Mannschaft von den Abstiegsplätzen lösen kann. Er selbst wird sich zusammen mit Tino Hommers um das Torwarttraining kümmern. Das Sagen hat Peter Kerber. Nur wenn der mal verhindert sein sollte, wird Hierling ihn vertreten. Darüber hinaus will er alles tun, um den Trainer Kerber bei Bedarf tatkräftig zu unterstützen.
PS: Es wird weiter notiert!