Parkdeck in Erkelenz: Markierungen teilweise fehlerhaft aufgebracht

Parkdeck in Erkelenz : Falsch markiert und teilweise gesperrt

Die oberste Ebene des Parkdecks der Park-and-Ride-Anlage an der Neusser Straße ist nach langen Arbeiten und Ausbesserungen nun teilweise fertiggestellt und kann nun genutzt werden. Durch fehlerhaftes Aufbringen der Markierungen hatten sich Verzögerungen bei der Fertigstellung ergeben.

Nachdem die Mängel teilweise behoben sind, wird das Oberdeck nun zur Hälfte freigegeben. Die Beseitigung weiterer Mängel wird durch das beauftragte Unternehmen kurzfristig umgesetzt, so dass nach und nach weitere Parkflächen zur Verfügung gestellt werden können. Die mittlere Parkebene ist derzeit weiterhin gesperrt.

Zunächst stehen 115 zusätzliche Parkplätze zur Verfügung. Insgesamt werden zukünftig auf den drei Etagen 630 Parkplätze zur Verfügung stehen. Das entspricht 210 zusätzlichen Parkplätzen. Rund drei Millionen Euro hatten die Aufstockung und der neue Bodenbelag auf den vorhandenen Etagen gekostet. Der Betrag wurde vom Nahverband Rheinland (NVR) zu 90 Prozent gefördert. Die Arbeiten mussten europaweit ausgeschrieben werden, um den Förderregularien zu entsprechen.

Begonnen worden war mit der Maßnahme vor den Sommerferien 2018. Bei der Aufstockung um eine Etage hatte es jedoch bautechnische und witterungsbedingte Verzögerungen gegeben, zuletzt waren vom Technischen Beigeordneten der Stadt Erkelenz, Ansgar Lurweg, falsch angebrachte Parkraummarkierungen auf der mittleren Etage und dem neuen Oberdeck bemängelt worden. Diese freizugeben, hätte für die Stadt fatale Folgen haben können, wie Lurweg auf Nachfrage betont. „Die Stellplätze waren teilweise zu klein eingezeichnet worden“, erläutert er. „Bei einem dadurch verursachten Schaden an einem Fahrzeug hätte die Stadt zur Kasse gebeten werden können.“ Lurweg betont, das man aufgrund der Verzögerungen und schlechten Arbeiten sehr verärgert sei.

Das sind allem Anschein nach einige Bürger auch, denn bei Lurweg und seinen Mitarbeitern sind Beschwerden eingegangen, weshalb die Stadt so schlampig planen würde. An der Planung, so betonte er, habe es nicht gelegen. Vielmehr sei die Ausführung äußerst fehlerhaft gewesen. Derzeit werde geprüft, ob die Sache rechtliche Folgen hat. Nun hoffe man, Mitte September endlich fertig zu sein und die komplette Parkanlage auch für ihren Zweck nutzen zu können.