Bürgerversammlung der Wildenrather: Parkbuchten und Blumenkübel

Bürgerversammlung der Wildenrather : Parkbuchten und Blumenkübel

Nein, neue Bäume wird es entlang der Heinsberger Straße in Wildenrath nicht geben. Da waren die Aussagen von Frank Thies ganz klar. Der Technische Beigeordnete der Stadt Wegberg sprach vor zahlreichen Wildenrathern, die zur Bürgerversammlung in die Gaststätte „Zur Post“ gekommen waren.

Im Februar waren dort etliche gesunde Lindenbäume auf Wunsch der Anwohner aufgrund bestehender oder erwarteter Schäden an Grundstücken und Gebäuden gefällt worden.

Denn das wurde in der lebhaften Diskussion schnell klar: Nur ums „Verschönern“ ging es den Wildenrathern nicht, ihnen ging es um Sicherheit. Ausgerechnet die Ortsumgehung, die die Verkehrsbelastung und Gefährdung deutlich reduzieren sollte, bereitet Probleme. Von kühnen Rasern, die bei roter Ampel an der Umgehung eilig und mit überhöhter Geschwindigkeit die Ortsdurchfahrt nehmen, berichteten die Wildenrather, von rücksichtslosen Autofahrern mit riskanten Manövern an Bushaltestellen, von wagemutigen Führerscheinbesitzern, die in den Kreisverkehr auf der verkehrten Seite einfahren.

Verkehrsberuhigung war das große Thema der Bürgerversammlung. Wie sie erreicht werden kann, dazu nahm die Verwaltungsspitze etliche Vorschläge mit. Eine Tempo-30-Zone gehört ebenso dazu, wie eine durchgehende Rechts-vor-Links-Regelung für die Heinsberger Straße, Parkbuchten und Blumenkübel auf der Straße, Zebrastreifen oder Querungshilfen an den beiden Bushaltestellen, die vor allem die busfahrenden Schulkinder schützen sollen. Eine anonyme und statistische Verkehrszählung soll die beschriebenen Zustände aufdecken, drei Messgeräte sollen zu diesem Zweck installiert werden.

Nicht nur sicherer, auch schöner

Und weil es nicht nur sicherer, sondern auch ein bisschen schöner werden soll, wurde der Vorschlag, die vorhandenen Grüninseln weiter zu begrünen, auch gern angenommen. Über den Fortgang der Planungen will die Stadt Wegberg in Kontakt mit den Bürgern in Wildenrath bleiben. Viele Details gilt es dabei noch abzuklären, auch mit der Kreispolizeibehörde.

„Das werde ich Anfang September bei der regelmäßigen Sicherheitskonferenz machen“, versprach Bürgermeister Michael Stock, der im Übrigen anregte, für Wildenrath ein „Integriertes Handlungskonzept“ zu erstellen. Auch hier sind die Wildenrather wieder eingeladen, um die Planungen für die künftige langfristige Ortsentwicklung aktiv mitzugestalten.