Erkelenz: Optimierte Behandlung im Darmzentrum

Erkelenz: Optimierte Behandlung im Darmzentrum

„Darmkrebs“ — eine Diagnose, die rund 27.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr das Leben kostet. Allerdings hat die Medizin in den vergangenen Jahren von der Vorsorge und Diagnose bis hin zur operativen und medikamentösen Behandlung große Fortschritte gemacht. Deren Ergebnisse halten Einzug in den Krankenhausalltag. Auch in Erkelenz.

„Mit dem Ziel einer verbesserten Prognose für Patienten mit Darmkrebs haben sich in Deutschland zertifizierte Darmzentren gebildet, die durch ihre organisatorischen Strukturen hervorragende Behandlungsergebnisse erzielen“, beschreibt Dr. Raphael Rosch die Entwicklung. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und sein Kollege Dr. Harry Elsbernd, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, haben sich dafür eingesetzt, dass auch das Hermann-Josef-Krankenhaus als Darmzen-trum zertifiziert wurde.

Der Zertifizierung nach ISO-Norm durch das Unternehmen DIO Cert war eine jahrelange Vorbereitung vorausgegangen. Die Vorsorge, die endoskopische Diagnostik, Chemotherapie und Nachversorgung wurden optimiert und aufeinander abgestimmt. Heute entsprechen sie internationalen Standards und höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen, versichert Verwaltungsdirektor Jann Habbinga. „Wir haben Kooperationspartner in den Bereichen der Pathologie, Strahlentherapie und Radiologie sowie niedergelassene Ärzte ins Team integriert“, erläutert er. „Die Abläufe in den involvierten Fachabteilungen mussten im Zuge dessen angepasst werden, um die Kompetenzen besser nutzen zu können.“

Die Einhaltung der zertifizierten Standards wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls nachgebessert. „Die permanenten Qualitätskontrollen verhindern, dass man sich auf seinen Lorbeeren ausruht“, erklärte auch Dr. Elsbernd. „Denn der Erfolg einer Behandlung und damit auch die Lebensqualität des Patienten hängen davon ab, dass auf modernstem Stand interdisziplinär zusammengearbeitet wird.“

(hewi)
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