Heinsberg-Kempen: Open-Air-Konzert entwickelt sich zum richtigen Festival

Heinsberg-Kempen: Open-Air-Konzert entwickelt sich zum richtigen Festival

Noch nennen sie es ihr „Open-Air-Konzert“, das sie alle zwei Jahre auf dem Aschenplatz gleich neben dem Kempener Fußballplatz veranstalten. Zum dritten Mal hatten Fußball-Club Eintracht Kempen und die Karnevalsgesellschaft Kemper Gröne am Samstag dazu eingeladen.

Doch was sich dort mit rund 1500 Besuchern abspielte, hatte schon echten Festival-Charakter. Jung und Alt, ganze Familien, Freundeskreise oder Vereine waren gekommen, um mit den Kempenern bis in die Nacht hinein zu feiern, bei freiem Eintritt, fertig gegrillten Spanferkeln oder frisch gemixten Cocktails.

Möglich machte dies auch in diesem Jahr eine große Zahl von Sponsoren, rund 45 an der Zahl. Diese begrüßte Norbert Wolters im Namen der Vorstände beider Vereine schon vorab im Eintracht-Treff am Sportplatz bei einem Empfang. Erst die große Zahl von Unterstützern mache es möglich, ein solches „Konzert“ ohne Eintritt veranstalten zu können, sagte er. „Ihr werdet gleich sehen, wie viele Familien hierher kommen!“ Sein besonderer Dank ging an Roger Thora, der für den Abend eine ganz neue Bühne gebaut hatte, „für null Euro“, wie Wolters betonte.

Sieben Tonnen Material hatte Thora mit vielen freiwilligen Helfern dafür auf den Platz geschleppt.

Nach einer Unplugged-Einlage der Band „Glenrock“ und einem Erinnerungsfoto für alle Unterstützer vor der Bühne starteten hier drei Newcomer den Konzertmarathon.

„Markus Bartz und Band“ nennen sie sich, noch: „Das ist nicht meine Band. Wir sind eine Band!“, betonte Bartz in seiner Begrüßung. In das Gehäuse eines alten Flügels hatte er sein Keyboard hineingeschoben, an dem er sich nicht minder gekonnt austobte wie an einem echten.

Mit ihm quasi ein Heimspiel hatte Nils van Helden (Schlagzeug) aus Ophoven. Dritter im Bunde war Marius Märker (Bass) aus Brachelen. Als Gäste spielten Peter Bürgstein (Schlagzeug) aus Orsbeck und Matthias Vieten (Saxophon) aus Braunsrath mit.

„Von denen werden wir noch Einiges hören“, war sich auch Theo Krings sicher. „Richtig stolz auf die Jungs!“, war der Leiter der Heinsberger Jugendmusikschule.

Rock-Ohrwürmer

Weiter ging‘s mit der in der Region bekannten Coverband „Glenrock“, die altbekannte Rock-Ohrwürmer aber auch Neues wie „No Roots“ von Alice Merton im Gepäck hatte. Nicht mehr zu halten waren die Besucher, als Ralf Beyers von „Hat Wat“ aus Süsterseel den „Kemper Jong“ anstimmte oder nicht von der Stadt, sondern vom „Dörp mit K“ sang.

„Richtig Bock“ auf Party hatten dann natürlich mit der Coverband „Booster“ aus Mönchengladbach auch die Vierten im Bunde, die viele aktuelle Hits mit nach Kempen gebracht hatten.

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