Hückelhoven: Open-Air-Arena auf dem alten Sophia-Jacoba-Gelände

Hückelhoven: Open-Air-Arena auf dem alten Sophia-Jacoba-Gelände

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Hückelhovens Erster Beigeordneter Helmut Holländer auf die Frage nach dem Stand der Dinge in Sachen Freiluft-Arena unter dem Förderturm von Schacht 3. Da Holländer in Personalunion auch Kämmerer der Stadt und deshalb Herr über die Finanzen ist, schiebt er gleich ein „Aber“ hinterher: „Voraussetzung für die Realisierung der Open-Air-Arena auf dem alten Sophia-Jacoba-Gelände ist natürlich die Bewilligung der Zuschüsse.“

Rund 6,2 Millionen Euro sind im Haushaltsplan bis 2018 für das Projekt vorgesehen; dem Bebauungsplanentwurf auf dem alten Zechengelände hat der Rat bereits Ende vergangenen Jahres zugestimmt.

Der von der Verwaltung erarbeitete Entwurf sieht eine große überbaubare Fläche vor, auf der sich von Kunststoffzelten überdachte Bühnen und hufeisenförmig ansteigende Tribünen mit rund 1500 Sitzplätzen, Backstageanlage, ein so genannter „Eventplatz“, Sanitäreinrichtungen, Kassenhäuschen und Gastronomie ausbreiten werden. Insgesamt soll die Arena einmal rund 2500 Besucher fassen können.

Die Zuschüsse, die die Stadt für die Freilichtbühne vom Land erwartet, werden aus dem Topf „Tourismus“ gespeist. „Wir hoffen auf 80 Prozent Zuschüsse, wenn es 70 Prozent werden, müssen wir neu rechnen“, sagt Holländer. Vertreter der Bezirksregierung in Köln waren zu Gesprächen bereits im Rathaus, und „nach den Sommerferien haben wir in dieser Sache einen Termin im Ministerium in Düsseldorf“, so der Kämmerer.

Das Projekt Freiluftarena ist ein wesentlicher Teil der Gestaltung des ehemaligen Zechengeländes an Schacht 3: Das Areal mit dem stählernen, denkmalgeschützten Förderturm, das ein Grünriegel von den benachbarten Märkten trennen wird, soll ein Knotenpunkt für Freizeit und Tourismus in der Stadt mit der Kohlevergangenheit werden.

Mit dem Bau der Landesstraße 117n, der bereits begonnen hat und mit dessen Fertigstellung im Jahr 2021 gerechnet wird, kann der Zugang auf das Gelände auch von der Roermonder Straße, also der jetzigen L117, zu Fuß erfolgen.

Bis zur Fertigstellung der Freiluftbühne wird dort dann wohl auch der KFC (Kentucky Fried Chicken) seine besonders bei jungen Leuten heiß begehrten, „herzhaften Genuss“ versprechenden Fast-Food-Produkte über die Theke reichen.

Der Hauptzugang zu der Arena, für die übrigens Burg Wilhelmstein und die Freiluftarena an der Loreley Inspiration für die Planer sind, wird allerdings von der Sophia-straße aus gesteuert. Probleme, das Auto abzustellen, wird es für die Besucher in Hückelhoven nicht geben, die schon jetzt vorhandenen mehr als 4000 kostenfreien Parkplätze werden ausreichen.

„Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir schon in diesem Jahr mit der Realisierung beginnen können“, sagt Helmut Holländer.

(kalauz)