Oberbruch: Freibadgelände soll Park für alle Generationen werden

Freibad Oberbruch : Freibadgelände soll Park für alle Generationen werden

Nach dem Startschuss bei einem Ideenworkshop vor gut vier Monaten ist am Mittwoch ein Konzept für die Gestaltung des ehemaligen Freibades, des Wurmufers und einer Fläche angrenzend an die Gesamtschule in Oberbruch vorgestellt worden.

Die Jury wählte für den Landschaftsteil den Entwurf von Hermanns Landschaftsarchitektur aus Schwalmtal aus. Was städtebauliche Aspekte angeht, gewann der Entwurf des Aachener Büros Reicher Haase Assoziierte. Eigentlich waren Landschaftsarchitekten und Stadtplaner in Teams angetreten. Weil aber keines der Gespanne vollends überzeugte, wurden Städtebau und Landschaftsarchitektur isoliert voneinander betrachtet.

Das Büro Hermanns Landschaftsarchitektur überzeugte die Jury mit einem Freibadpark, der einen „robusten Schwerpunkt“ in der Mitte aufweist, wie Jury-Vorsitzender Professor Norbert Kloeters sagte. Will heißen, wo das Freibad mit Schwimmbecken, Gebäuden und Sprungturm seinen Schwerpunkt hatte, soll mit Sport- und Freizeitangeboten auch der Fokus des neuen Parks liegen. In diesem recht großen Bereich sollen die Gebäude erhalten bleiben. Es soll ein multifunktionales Spielfeld geben – und auch ein Wasserspiel für kleine Kinder. Den Park so als Mehrgenerationenpark für die ganze Familie zu planen, sei dem siegreichen Büro am besten gelungen, lobte Kloeters. Bürgermeister Wolfgang Dieder (CDU) sagte, dass man dort auf größere Wasserflächen verzichten wolle, um den engagierten Bürgern im Kirchhovener Freibad keine Konkurrenz zu machen. Der Sprungturm solle hingegen als Besonderheit erhalten bleiben. Zur Wurm hin sollen zudem große Sitzstufen in das Gelände eingearbeitet werden, damit der Fluss erlebbarer wird.

Abseits dieses zentralen Platzes lade der Rest des Freibadparks eher zum ruhigen Verweilen ein, sagte Kloeters. Am Rande des Parks, zur Boos-Fremery-Straße hin, sollen mehrere Wohngebäude entstehen. Dabei plante das Büro Reicher Haase ein markantes Gebäude zur Straße hin, woran sich weitere Wohnhäuser anschließen, die allerdings hinter den hohen Bäumen liegen. Die Gebäude seien in Richtung Wurm und Park ausgerichtet und schafften eine „kammartige“ Verbindung in den Park hinein, sagte Kloeters.

Auf der Fläche, die an die Schule grenzt, ist Raum für Aktivitäten von Jugendlichen, die eher laut sind: eine Bolzwiese, eine Dirt-Bike-Strecke und ein Streetball-Feld. Dieder sagte, dass auf dieser Fläche „spätestens im nächsten Jahr“ erste Dinge umgesetzt werden sollten. Die Entwürfe sollen nun weiterentwickelt werden, bevor Fördermittel für die Umsetzung beantragt würden.

Dieder sagte, dass es wichtig sei, einen „neuen Treffpunkt mit Identität zu schaffen“. Und Kloeters lobte, dass die Ideen und Kritik der Bürger von den Planern konstruktiv eingearbeitet worden seien.

Die Pläne sind im Eingangsbereich der Gesamtschule, Parkstraße 21, und unter www.westzipfelregion.de zu sehen.

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