Nina warnte Anwohner: Lagerhalle in Erkelenz brennt aus

Massive Rauchwolke nach Brand : Lagerhalle in Erkelenz nahezu komplett zerstört

Bei einem Großbrand ist in Erkelenz am Dienstagabend eine Lagerhalle an der Neusser Straße vollständig ausgebrannt. Verletzt wurde dabei niemand, wie Helmut van der Beek, Leiter der Erkelenzer Feuerwehr, am Mittwochmorgen sagte.

Eine massive Rauchwolke zog jedoch über die Erkelenzer Innenstadt. Von ihr sei aber keine Gesundheitsgefahr ausgegangen, wie van der Beek sagte.

Nach der Alarmierung am Dienstagabend um 20.50 Uhr habe van der Beek bereits bei der Anfahrt gesehen, dass sich die Rauchwolke über die Innenstadt legte. Das habe mit der aktuellen Inversionswetterlage zu tun. Wegen mangelnder Thermik habe der Rauch nicht nach oben wegziehen können, sondern sei in Richtung Schulring beziehungsweise Markt gezogen, sagte van der Beek.

Die Lagerhalle wurde durch das Feuer nahezu komplett zerstört. Foto: CUH

Als die Feuerwehr an der Lagerhalle ankam, sei zwar viel Rauch aber noch kein offenes Feuer zu sehen gewesen. Während einer „Erkundung“ der Einsatzkräfte habe es dann eine kleine Explosion gegeben. „Das komplette Gebäude hat dann durchgezündet“, sagte van der Beek. In der Folge brannte die Halle auf 20 mal 50 Metern in voller Ausdehnung. In der Halle lagerten unter anderem Maschinen, Baustoffe und Altkleider.

Die Feuerwehr kämpfte die Flammen zunächst mit Wasser nieder und setzte anschließend Löschschaum ein. Zu Beginn gingen die Einsatzkräfte auch in das Gebäude. Sie seien aber schnell wieder zurückgezogen worden, da die Halle akut einsturzgefährdet war. Dass diese Befürchtung nicht unbegründet war, zeigte sich spätestens, als die Stahlkonstruktion im mittleren Bereich in sich zusammenbrach.

Nina warnt Anwohner

Währenddessen war die Erkelenzer Bevölkerung über die Warn-App „Nina“ vor der Rauchgasentwicklung gewarnt worden. Der Messzug des Kreises Heinsberg rückte nach Erkelenz aus: Die Messungen in der Innenstadt ergaben aber, dass keine Gesundheitsgefahr bestand, so dass es lediglich eine „Geruchsbelästigung“ gegeben habe, sagte van der Beek.

Zu Spitzenzeiten waren 137 Kräfte der Feuerwehr am Einsatzort. Alle Löscheinheiten der Erkelenzer Feuerwehr waren alarmiert worden. Die Hückelhovener Feuerwehr unterstützte die Erkelenzer Einsatzkräfte mit einer zweiten Drehleiter. Am Mittwochvormittag brannte das Feuer immer noch, so dass die Wehrleute vor Ort bleiben mussten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, die Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses konnten sich ins Freie retten.