Heinsberg: Nicht „maximal“, sondern „möglichst“ 23 Schüler geplant

Heinsberg : Nicht „maximal“, sondern „möglichst“ 23 Schüler geplant

Maximal 23 Schüler sollten in den Eingangsklassen von Heinsberger GL-Schulen, also denen des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne besonderem Förderbedarf, untergebracht werden. Zumindest, wenn es nach dem Willen der SPD gegangen wäre. Ging es aber nicht.

Die Sozialdemokraten hatten einen entsprechenden Antrag gestellt, der jedoch von der Ratsmehrheit abgelehnt wurde.

Norbert Krichel, Fraktionschef der CDU, erläuterte, warum seine Partei dem Antrag nicht folgen wollte. „In der Ratssitzung vom 4. September 2013 wurde mit 32 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung, also nahezu einstimmig beschlossen, für die Grundschulen mit einem hohen Migrantenanteil oder Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Klassengrößen der Eingangsklassen möglichst auf 23 Schülerinnen und Schüler zu begrenzen. Der seinerzeit getroffene Beschluss wurde bewusst gefasst, um die jährlich wiederkehrende Problematik bei der Eingangsklassenbildung besser handhaben zu können“, meinte Krichel.

„Durch die zurzeit gültige Gesetzeslage sind bereits umfangreiche Voraussetzungen zur Bildung von Eingangsklassen zu erfüllen, die in der Praxis nicht selten zu Problemen führen. Unser Beschluss aus dem Jahr 2013 soll uns mahnen, die Klassengröße bei GL-Klassen von möglichst 23 Schülern einzuhalten und nicht zu überschreiten. Gleichwohl sollte die Möglichkeit für Ausnahmen im Einzelfall bestehen. Diese Freiheit sollten wir uns nicht nehmen und uns damit selbst unnötig knebeln. Die CDU-Fraktion hält die gültige Regelung für ausreichend und vor allen Dingen praktikabel.“

Bürgermeister Wolfgang Dieder ergänzte später, dass allein an der Sonnenscheinschule elf Kinder ansonsten hätten abgewiesen werden müssen, „obwohl nur zwei GL-Kinder in den Eingangsklassen sind. Deshalb halte ich eine starre Grenze für nicht zielführend“.

Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung. Ihr Sprecher Willi Mispelbaum, erklärte die für seine Partei zwiespältige Situation: „Ich denke auch, wir sollten einen gewissen Ermessensspielraum haben, vor allem dann, wenn auch Pädagogen dies unterstützen. Aber weil der SPD-Antrag durchaus sinnvoll ist, werden wir uns enthalten.“ Letztlich stimmten neun Mandatsträger für den Vorschlag der Sozialdemokraten, vier enthielten sich und der Rest stimmte dagegen.