Wassenberg: NEW-Musiksommer: Publikum begeistert und gut bei Stimme

Wassenberg: NEW-Musiksommer: Publikum begeistert und gut bei Stimme

Beim NEW-Musiksommer auf dem ehemaligen Freibadgelände am Gondelweiher hatten Besucher erstmals Gelegenheit, an drei Tagen dem musikalischen Angebot zu folgen. Gemeinsam hatten das Stadtmarketing und der Kultur-Förderverein der Stadt Wassenberg mit dem Versorgungsunternehmen NEW und dem von ihr beauftragten Veranstalter Jürgen Laaser (KulturPur) ein unterhaltsames Programm vorbereitet.

Das Team vom Restaurant „Froschkönig“ sorgte für die gastronomische Versorgung.

...wie Alina Sebastian... Foto: jb

Den ersten Abend gestaltete das Duo „Delta Mouse“ mit der Sängerin Chris Schmitt und René Pütz an Gitarre und Piano, beide auch bekannt als Frontsänger der Band „Booster“. Live und unplugged, nur mit der Akustikgitarre und ihren gut harmonisierenden Stimmen, gestalteten sie in drei Sets ein dreistündiges Programm. Wenn Musik die Synchronisation der Sinne ist und Stimmung in Töne umzusetzen bedeutet, dann gelang dies dem Duo bestens. Mit „Glory Box“ von Portishead als ersten Beitrag begann eine Songreise durch bekannte Titel der Rock- bis Oldie-Musikwelt, die schnell das Publikum mitsingen ließ. „Dancing in the dark“ von Bruce Springsteen oder „Layla“ von Eric Clapton, „Calm after the storm“ von The Common Limits und „Pride“ waren nur einige bekannte Beispiele.

Beim NEW-Musiksommer 2016 in Wassenberg im alten Freibadgelände begeisterten just:is mit Frontmann Reiner Jennißen (großes Foto) die Besucher ebenso wie Alina Sebastian, Chris Schmitt und René Pütz von Delta Mouse oder Denise Pradella (unten von links). Foto: jb

„Gute Stimmung herstellen und tolle musikalische Momente gemeinsam erleben“, formulierte René Pütz noch kurz vor dem Auftritt auf die Frage, was er und seine Partnerin sich vom Abend wünschten. Das Publikum nicht nur mit musikalischer Qualität einzubeziehen, sondern ein wenig auch die technische Unterstützung den Fans zu erläutern, gehörte mit zur Unterhaltung. Seit acht Jahren spielt das Duo unter dem Namen „Delta Mouse“, der sei entstanden als „Unsinn aus dem Universum“, wie Chris Schmitt verschmitzt lächelnd bemerkte.

Beim NEW-Musiksommer 2016 in Wassenberg im alten Freibadgelände begeisterten just:is mit Frontmann Reiner Jennißen (großes Foto) die Besucher ebenso wie Alina Sebastian, Chris Schmitt und René Pütz von Delta Mouse oder Denise Pradella (unten von links). Foto: jb

Die erste Stunde am zweiten Tage gehörte Alina Sebastian, in der sie die ganze Bandbreite ihres Könnens zeigte. Wenn der erste Song „Dear Mr. President“ noch eine Coverversion war, gewann sie das Publikum auch durch ihre eigenen Texte. Zwischendurch auch einmal einen Musikwunsch aus dem Publikum erfüllend, endete das Programm der 18-jährigen Musikerin mit dem eigenen Titel „The way you make me smile“, mit dem sie zeigte, dass sie zurecht den Deutschen Rock und Pop-Preis in der Kategorie „Singer“ gewonnen hatte. „Hier zu spielen hat mir gut gefallen“, lautete ihr Fazit.

Höhepunkte und überzeugenden Unterhaltungsgenuss boten dann die Musiker von „just:is“ bis weit nach Mitternacht. Frontmann Reiner Jennißen wurde diesmal von Steffi Steglich und Andrea Wolters als Gesangs-Partnerinnen unterstützt. Ihre Hauptintention, gekonnt und professionell, mit Stimmung, Spaß und guter Laune zu unterhalten, gelang dem agilen Jennißen, den stimmgewaltigen Gesangspartnerinnen und der Band mit Christoph Granderath (Gitarre), Nils Matusiak (Bass), Chris Erbse (Keyboard) und Manni Schermulski (Drums) bestens. Gekonnte Performance und ein breites Repertoire zogen das Publikum mit.

Und auch mal von der Bühne herabzusteigen und die Nähe zum Publikum zu suchen, gehörte für Jennißen zur begeisternden Darbietung. Mit „all right long“ als ersten Beitrag gelang der Einstieg in ein Programm, an dem auch in Myhl untergebrachte Syrer ihren Spaß hatten. „Wake me up“ oder „Sex on fire“ gehörten ebenso wie „atemlos“ oder „99 Luftballons“ zur beherrschten Bandbreite der Klassiker und Hits der Rock-, Pop- und Soul-Palette dieser seit 1991 erfolgreichen Band. Neben einigen hundert treuen Fans gewannen die Musiker von „just:is“ an diesem Abend zahlreiche neue dazu.

Der Sonntag war traditionell als Familientag ausgerichtet. So standen Kinder im Mittelpunkt der Planung von Gaby Jansen vom Stadtmarketing. Ein Foto mit dem Maskottchen „Sammy“ gehörte ebenso dazu, wie die Schmink-, Mal- und Bastelangebote, bei denen unter anderem eine Kette aus Buchstaben hergestellt werden konnte.

Dass auch am letzten Tag die Musik nicht zu kurz kommen sollte, dafür sorgte die Effe Wachte Band aus den Niederlanden, die Hits aus über 30 Jahren Musikgeschichte von Tina Turner, Michael Jackson bis Nena und Olivia Newton John im Repertoire hatte. Die junge Wassenbergerin Denise Pradella beherrschte Coverversionen und griff auf selbst geschriebene Songs zurück. Klar sei für sie, dass sie auch ihren Song „Pompeii“ aufführe, mit dem sie bis ins Finale der Show „Das Supertalent“ gekommen war. Auch an diesem Tag war der support:act eine eigenständige musikalische Größe.

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