Wassenberg: Neuwahlen bei Hauptversammlung des Gewerbevereins Wassenberg

Wassenberg: Neuwahlen bei Hauptversammlung des Gewerbevereins Wassenberg

Hitzige Diskussionen, viele Informationen und der ein oder andere Lacher — das waren die Bestandteile der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins Wassenberg, die jetzt im Restaurant „Tante Lucie“ stattfand.

44 von 105 Mitgliedern waren gekommen. Beim Geschäftsbericht und dem Bericht des Kassenprüfers wurden ihnen die Entwicklungen und Erfolge der Veranstaltungen des vergangenen Jahres deutlich gemacht.

Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung waren die Neuwahlen des Vorsitzenden, des Geschäftsführers, dessen Stellvertreters und des stellvertretenden Kassierers. Mit nur wenigen Enthaltungen und keinen Gegenstimmen setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Wiedergewählt wurde der erste Vorsitzende Georg Hensgens und der stellvertretende Kassierer Bernd Jaegers. Auch der Geschäftsführer Leo Schröder wurde in seinem Amt wiedergewählt.

Zur außerordentlichen Wahl stand das Amt der stellvertretenden Geschäftsführerin, zu der Beatriz Kositzki einstimmig gewählt wurde. Kassierer bleibt Heinz-Josef Harren, stellvertretende Vorsitzende Gabriele Craß und Beisitzerin Rita Schultewolter.

Winkens steht Rede und Antwort

Besonders interessant wurde es dann bei der Fragerunde, bei der Bürgermeister Manfred Winkens den Mitgliedern des Gewerbevereins Rede und Antwort stehen wollte. Es gab Lob für die Verschönerung der Stadt, aber auch Kritik . Die bezog sich vor allem auf die Burgbergverschmutzung. Die habe laut Bürgermeister Winkens mit der Übergangszeit der Verantwortlichkeit von Frauenrath zum Bauhof zu tun — in Zukunft bleibe dort alles in Ordnung, ordentlich und sauber.

Auch die Innenstadtproblematik Wassenbergs war Thema bei der Veranstaltung. Dazu lud Winkens zu einer Informationsveranstaltung für das Kerngebiet Wassenbergs ein. In dem Zusammenhang sprach Winkens auch über die Ortsumgehung B 221, die Wassenberg braucht, um die Lebensqualität der Bürger der Stadt zu bereichern. Baubeginn sei nächstes Jahr und mit der Fertigstellung sei 2018 zu rechnen.

An falscher Stelle angepackt

Er räumte ein, dass beim sogenannten Leerstandmanagement an der falschen Stelle angepackt worden sei. „Wir müssen zeigen, was wir zu bieten haben“, motivierte er weiter. Dem stimmten auch die Gewerbevereinsmitglieder und der Vorstand zu. „Wir müssen uns gegenseitig unterstützen und selbst nicht in Buxtehude einkaufen gehen!“, appellierte ein Mitglied.

Nachdem dann auch das Thema der verkaufsoffenen Sonntage behandelt wurde, die der Rat nur für einen bestimmten Teil Wassenbergs beschlossen hatte, war Bürgermeister Manfred Winkens für den Abend entlassen — aber die Diskussionen noch lange nicht vorbei. Ideen von einem Gewerbevereinsfest, um sich besser untereinander kennenzulernen, wurden hin- und hergeschoben.

Entschieden wurde jedoch, dass es nun jeden Monat einen Gewerbevereinsstammtisch geben soll, zu dem alle Unternehmer eingeladen sind.

Als nächste Veranstaltung für den Gewerbeverein steht das „Spectaclum“ am 24. und 25. Mai an. Auch das Oktoberfest, für das der Gewerbeverein zwar nicht verantwortlich ist, das aber einst vom Gewerbeverein angeschoben wurde, findet in diesem Jahr wieder statt.

Pläne für einen Weihnachtsmarkt

Zudem überlegen die Mitglieder, einen Weihnachtsmarkt und einen Weihnachtsbasar zu initiieren. Der Plan für die genaue Umsetzung steht allerdings noch aus. Trotzdem freut sich der Gewerbeverein Wassenberg auf das kommende Jahr und neue Herausforderungen.

(kath)
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