Neujahrskonzert der VHS mit dem Collegium Musicum

Collegium Musicum : Ein Konzert in Gedenken an Ernest Frissen

Denn traditionell begrüßte die Volkshochschule im Kreis Heinsberg die ersten Tage des neuen Jahres mit ihrem Neujahrskonzert. Gestaltet wurde dieses Konzert gemeinsam mit dem Collegium Musicum.

Wohltuende Klänge erreichten die Besucher von Wegberg-Rickelrath, als sie an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt vorbeigingen. Für diejenigen, die sich entschlossen, das Innere der Kirche zu betreten, hielten die nächsten Stunde eine Reise in die Werke der berühmtesten Komponisten der Klassik bereit.

Denn traditionell begrüßte die Volkshochschule im Kreis Heinsberg die ersten Tage des neuen Jahres mit ihrem Neujahrskonzert, gestaltet gemeinsam mit dem Collegium Musicum.

Weit über 100 Besucher hatten den Weg in die kleine Kirche gefunden, sogar ein paar Stehplätze gab es zu vergeben. Beginnend mit der Sinfonia Concertante von Wolfgang Amadeus Mozart durften sie sich schon einmal vergewissern, dass hier wahre Künstler und Musikliebhaber am Werk waren. Neben dem gesamten Orchester beeindruckten vor allem die beiden Solisten Britta Menzel an der Violine und Jeroen Veerman. Durch ihr filigranes und gleichzeitig lebendiges Spiel sorgten sie für ein echtes Erlebnis.

Alljährlich findet dieses Konzert in Gedenken an Anton Heinen, dem Namensgeber der Volkshochschule statt, der gegen Ende seines Lebens in Rickelrath Pfarrer war und die Pfarrkirche seine Heimat nannte. Aber unumgänglich stand dieses Neujahrskonzert noch in Erinnerung einer ganz anderen Person, nämlich Ernest Frissen.  Die Nachricht über den plötzlichen Tod von Ernest Frissen kurz vor Weihnachten, langjähriger Leiter des Collegium Musicum, hatte die Menschen nicht nur im Kreis Heinsberg erschüttert.

So stand auch die Begrüßung von VHS-Fachbereichsleiter Ingo Rümke ganz im Zeichen von Ernest Frissen. „Dieses Konzert soll Dank sein für alles, was Herr Frissen geleistet hat, für uns, für das Collegium Musicum und die gesamte Kultur im Kreis Heinsberg“, erklärte Rümke. Authentisch, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und in seiner Persönlichkeit ganz im Sinne auch von Anton Heinen, so beschrieb Rümke wesentliche Charakterzüge von Ernest Frissen.

Besonderer Dank galt an diesem Abend aber auch Wim Brils, dem neuen Leiter des Collegium Musicum und seinen Schützlingen, die in kurzer Zeit und voller Hingabe dieses Konzert doch noch auf die Beine stellen konnte. „Und das ganz im Sinne von Ernest Frissen“, hob Ingo Rümke hervor.

Die anschließende Sinfonia Nr. 2 von Georg Anton Benda oder auch das Konzert für Trompete und Orchester mit dem Solisten Kilian Neuhaus zeigten dies nochmals in beeindruckender Weise. Die neunte Sinfonie „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorak bildete den krönenden Höhepunkt, der mit Sicherheit auch Ernest Frissen gefallen hätte.