Neujahrsempfang: Selfkants Bürgermeister ist sehr zufrieden

Neujahrsempfang im Selfkant : Das Dorfleben ist der Grundstein

Natürlich klopfte sich Bürgermeister Herbert Corsten beim Neujahrsempfang der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverband Selfkant auf die Schulter.

Nach der offiziellen Begrüßung der Gäste im Sitzungssaal des Gemeindehauses – unter ihnen zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Sport und Politik – thematisierte der Bürgermeister die Gemeindearbeit. Stolz blickte Herbert Corsten zur blühenden Westzipfelregion – mit dem Städtebauförderprogramm und dem Förderprogramm Vita.NRW wurde eine einzigartige Zusammenarbeit gestartet.

Mit dem integrativen Sportgelände in Höngen oder dem Dorfhaus im Saeffelen hob Corsten zwei besondere Projekte heraus.

Auch in Sachen Haushalt zeigte sich der Bürgermeister zufrieden, immerhin ist eine Senkung der Pro-Kopf-Verschuldung im Selfkant von der derzeit rund 25 Euro auf 12 Euro für Ende 2019 für möglich. Zudem machte er deutlich, wie aktiv die Gemeinde in Sachen Förderungsmaßnahmen ist.

Corsten lobte in seiner Ansprache das Vereinsleben in seiner Gemeinde, das für ihn Grundstein für das Dorfleben ist. Die zahlreichen Neubaugebiete bieten der jungen Menschen im Selfkant die Möglichkeit, in ihrer Heimat zu wohnen.

Ein dickes Lob gab Herbert Corsten an die freiwillige Feuerwehr: Corsten lobte die starken Einheiten und machte deutlich, dass alle in der Gemeinde hinter der Feuerwehr stehen.

Kunibert Latour, Vorsitzender des Gewerbeverbandes Selfkant, erwartet schon freudig die 7. Leistungsschau am Wochenende 18. und 19. Mai in der Westzipfelhalle und ihrem Außengelände.

Latour widmete sich aber auch einem schwierigen Thema, das vor allem vielen Arbeitgebern Sorge bereitet. Denn aufgrund der Lage sei es im Selfkant ist es oft schwer, Mitarbeiter und Lehrlinge zu finden. Latour gab den Tipp, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Werbetrommel zu rühren, und auch den Blick über die Grenze in die Niederlande und nach Belgien zu wagen. Auch riet Latour, das Projekt „Arbeit und Studium“ zu prüfen, mit dem bereits positive Erfahrungen gemacht wurden. In Sachen Bekämpfung des Lehrlingsmangels von Vorteil sah Latour die Zusammenarbeit mit Schulen, die auch für die Europaabgeordnete Sabine Verheyen, die ebenfalls beim Neujahrsempfang das Wort ergriff, als Lösungsansatz nannte.

Die Aachenerin widmete sich dann in ihrem Vortrag auch dem Thema Europa. „Wir leben in einer Zeit, in der vieles besser ist – auch wenn viele Menschen sagen, dass früher war alles besser war“, erklärte Sabine Verheyen. Es sei eine stetige  Herausforderung an die Politik, dieses Fundament weiter festigen. „Unsere Freiheiten waren für die Menschen vor ein paar Jahrzehnten noch undenkbar“, so Verheyen.

Regelrecht aufgemischt wurde der Neujahrempfang im Anschluss von Anja Niewerra vom Tourismusverband VVV Zuid-Limburg. Sie sorgte mit ihrer Rede für Heiterkeit, als sie von Süd-Limburg erzählte. Süd-Limburg sei eine touristische Hochburg und verzeichne eine zweistellige Millionenzahlen in Sachen Übernachtungen. Rund 21.000 Menschen arbeiten dort im Tourismusbereich – allein 5.000 in Parkstad. Der Tourismusverband Zuid-Limburg möchte auch das angrenzende Umland mit in seinen Routenplan miteinbeziehen. Das böte dem Selfkant neue Chancen.

„Unsere Nachbarn machen unsere Region einzigartig“, so Anja Niewerra. Und man sehe durch den Buitenring, die schnellen Umgehungen mit Autobahnanbindungen, sowie die Fertigstellung der B56n mit dem Großraum Düsseldorf/Köln/Ruhrgebiet, neue Tourismusmöglichkeiten. Der VVV Zuid-Limburg setzt auf „Routen“ und hat Wander- und Fahrradrouten von 4.622 Kilometer ausgearbeitet – „das entspricht eine Reise bis Moskau und zurück“, erklärte Niewerra. Wie bei der Grenzlandroute, ist auch hier der Selfkant mittendrin. Niewerra hob die Maasfitsroute, die Bergbauroute oder die Route Via Belgia hevor. Sie blickte zudem zum Brückenbauwerk Schinveld, hier wird am 21. Februar eine einzigartige Fahrradbrücke der Bestimmung übergeben – die Brücke zur die „Poort van Parkstad“ werden.

(agsb)